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Groß Ilsede

Bagger reißt Riesenloch in Dampfzentrale

Mit einem lauten Krachen und Poltern begann gestern der sichtbare Teil des Abrisses der Dampfzentrale auf dem Hüttengelände. Bereits Ende 2009 hatte die Abrissfirma aus Magdeburg das ehemalige Industriegebäude unter Unterdruck entkernt und giftige Stoffe abgebaut. Nun ist für jeden Passanten klar zu sehen: Das Ende des „blauen Hauses“ steht kurz bevor.

Jetzt geht es los: Seit gestern reißt ein Bagger die Dampfzentrale ein.

© sip

Ilsede-Groß Ilsede. Mit einem lauten Krachen und Poltern begann gestern der sichtbare Teil des Abrisses der Dampfzentrale auf dem Hüttengelände. Bereits Ende 2009 hatte die Abrissfirma aus Magdeburg das ehemalige Industriegebäude unter Unterdruck entkernt und giftige Stoffe abgebaut. Nun ist für jeden Passanten klar zu sehen: Das Ende des „blauen Hauses“ steht kurz bevor.
Mit einem sogenannten Longfront-Bagger hat die Abrissfirma gestern den südlichen Teil der Dampfzentrale eingerissen – die Winterpause ist vorbei. „Wir haben mit dem großflächigen Rückbau begonnen“, bestätigt Michael Grabsch vom Planungsverband, der für die beiden Gemeinden Ilsede und Lahstedt die Industriebrache verwaltet.

Nach Angaben der Abrissfirma soll noch diese Woche soll das Dach abgetragen werden – je nach dem, wie man bei den Wetterbedingungen vorankomme. In der kommenden Woche könnte dann bereits eine Turbine aus dem Gebäude gehoben und in unmittelbarer Nähe abgesetzt werden. Der Planungsverband hatte sich geeinigt, die Maschine möglichst unbeschädigt in der Nähe des ehemaligen Industriegebäudes zu lagern. Ob die Turbine später einmal überdacht werden soll, ist nicht abschließend geklärt. Dass dafür die Gemeinden Ilsede und Lahstedt Geld aufbringen, gilt angesichts ihrer finanziellen Lage aber eher als unwahrscheinlich.

Im August 2009 war ein langes Tauziehen um den Abriss dadurch besiegelt worden, dass das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Abriss erlaubt hatte – obwohl ein Denkmalschutz der Maschinen durchaus gegeben sei. Das Ministerium hatte gleichzeitig empfohlen zu prüfen, ob die Auslagerung den Gemeinden finanziell zuzumuten wäre.

Simon Polreich


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  • Schon komisch. Barbecker – 02.02.10
    Wenn ein Bürger ein Denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, müssen tausende Auflagen erfüllt werden. Abriß? Komplett ausgeschlossen. Aber bei einer Firma ist das total egal. Der demokratische Gleichheitsgrundsatz wird hier dem Kapital mal wieder untergeordnet.

    Da ist dann die Historie vollkommen egal. Widerlich.
  • Instandhaltung Kerry – 28.01.10
    ...sorry, Tippfehler:
    Natürlich 100.000 €, d. h. 50.000 für die Dampfzentrale.....
  • Instandhaltung Kerry – 28.01.10
    ...sorry, Tippfehler:
    Natürlich 100.000 €, d. h. 50.000 für die Dampfzentrale.....
  • Instandhaltung Kerry – 28.01.10
    Der Abriss ist traurig, da die Dampfzentrale ein Bestandteil des Lehrpfades auf dem ehemaligen Hüttengelände ist.
    Viele Informationen verbleiben in den Akten der Schreibtischtäter, da sie nur zur Beunruhigung des gemeinen Volkes beitragen würden. Denkmalschutz wird im Büro formuliert.
    Hätte die „Stahlgraue Nacht“ statt glorreiche 150.000 Euro nur 100.00 € gekostet, dann wäre die Dampfzentrale zu retten gewesen. Der Stahlkonzern hat gar kein Interesse. Eine sparsame Instandhaltung könnte aus der Portokasse bezahlt werden – aber nur wenn man will.....


  • Abriss trotz DENKMALSCHUTZ Lesermeinung – 28.01.10
    Warum erfährt man in dem Artikel nicht, was nun aus dem Inventar und den unersetzlichen Maschinenteilen wurde?
    Warum wird nicht hinterfragt, dass man sich schlicht über den Denkmalschutz hinwegsetzt?

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