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Die Suppenfreunde lassen es sich munden

Bürger-Jäger-Corps Die Suppenfreunde lassen es sich munden

Wer viel marschiert und kräftig feiert, den plagt irgendwann der Hunger. Der Überlieferung nach soll seinerzeit beim Freischießen 1983 dem Bürger-Jäger Arne Müller der Hunger gequält haben. So ging es mit der Truppe zu Mutter Franke, die ganz in der Nähe wohnte – ob es noch Samstagabend oder bereits Sonntagmorgen war, ist nicht mehr festzustellen.

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Peine. Aber es war die Geburtsstunde der Suppenfreunde. Denn Mutter Franke öffnete gastfreundlich für die jungen Kerle sofort ihren Kühlschrank. Käse und Schinken gab es auf die Faust. Doch Mutter Franke versprach, im nächsten Jahr solle es eine kräftigende Niedersachsensuppe geben.

Da ließ sich das Quartett Heike Metzner, Christoph Werner, Michael Franke und eben Arne Müller nicht zwei Mal sagen. 1984 standen sie wieder auf der Matte. Und Mutter Franke ließ sich nicht lumpen, sie servierte Käse, Schinken, Salami, Rollmöpse – und eben eine Niedersachsensuppe. Viel zu viel auf jeden Fall, auch für hungrige Schützenmägen.

Das Treffen am Sonntagmorgen wurde bald zur Tradition und die Gäste immer mehr. 30 bis 40 Jungs waren teilweise bei Mutter Franke am Topf – und es machte ihr immer Spaß, die Gäste zu bewirten. Inzwischen haben ihre Söhne Michael und Christian das Ruder am Suppentopf übernommen, aber Mutter Franke steht ihnen immer noch beratend zur Seite.

Und inzwischen sind die Suppenfreunde zu einer festen Truppe innerhalb des Bürger-Jäger-Corps geworden, die sich nicht nur zum Suppe-Fassen treffen. Nein, am Abend vor Himmelfahrt treffen sie sich seit 1998 traditionell zum Grillen. Ehrensache, dass inzwischen auch ein eigener Suppenkönig ausgeschossen wird – nebst Suppenkönigin.

Seit 2007 schießen die Frauen auch einen Wackelpokal aus, also wie die Männer stehend freihändig. Zum Organisationskomitee gehören Karin und Wolle Friedrichs sowie Charly und Christian Franke.

Auch beim bunten Umzug mischen die Suppenfreunde kräftig mit. Einmal sind sie als lebendige Blumensträuße marschiert, einmal traten sie die den Umzug für das heimische Härke-Bier an. So sind die Suppenfreunde inzwischen beliebte Anlaufstation nicht für die Jungschützen, sondern auch für Neulinge im Corps, die von den Suppenfreunden auf das Leben im Corps eingestimmt werden.

Thorsten Pifan

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