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Das DRK ist gut vorbereitet

Freischießen Das DRK ist gut vorbereitet

Fast jeder kennt sie, aber kaum ein Freischießen-Besucher möchte ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen: Gemeint sind die vielen ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die von früh morgens bis zur Schließung des letzten Fahrgeschäftes ihre Arbeit tun.

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Peiner Freischießen: Das DRK steht jedes Jahr mit ehrenamtlichen Helfern bereit, um bei gesundheitlichen Problemen der Besucher sofort zur Stelle zu sein.

Quelle: Foto: privat

Peine. DRK-Kreisbereitschaftsleiter Oliver Kretschmer ist einer dieser Helfer. Seit etwa 20 Jahren nimmt er einen Teil seines Jahresurlaubes, um beim Peiner Freischießen Bereitschaftsdienst auszuüben und den Besuchern in Notlagen zu helfen. „Die Bereitschaft ist für mich ein Hobby, das ich, wie die meisten von uns, aus Überzeugung ausübe. Etwa so, wie andere Fußball spielen“, sagt er. „Es herrscht eine gute Gemeinschaft, viele Mitglieder nehmen sich extra Urlaub, um hier an Freischießen dabei sein zu können.“

Besonders die Kontakte, die während der Tage geknüpft werden, bleiben Kretschmer in Erinnerung. „Wir gehören schon zur Tradition und haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Korporationen und den Schaustellern. Da wir ohne Bezahlung arbeiten, ist es schön, wenn wir auf dem Festplatz die ein oder andere Unterstützung bekommen. Zum Beispiel werden wir von einigen Anbietern gegen Ende des Tages mit Süßem versorgt“, freut sich Kretschmer.

Neben dem Spaß gibt es aber natürlich auch immer wieder Einsätze und somit Arbeit für die DRK-Kräfte. „Dazu zählen in erster Linie Kreislaufprobleme, mit denen einige Besucher zu kämpfen haben, besonders bei heißen Temperaturen. Und natürlich verteilen wir auch Pflaster an diejenigen, die sich beim vielen Marschieren Blasen an den Füßen gelaufen haben“, spricht Kretschmer aus Erfahrung und benennt etwa 50 bis 70 Einsätze, die im Schnitt über das verlängerte Wochenende anfallen. „Allerdings wünschen wir uns mehr Verständnis aus der Bevölkerung“, sagt er und betont noch einmal, dass alle Bereitschaftsdienstler ehrenamtlich und neben ihrem eigentlichen Beruf tätig seien.

„In den letzten Jahren ist ein Abwärtstrend bei unseren Mitgliederzahlen zu beobachten“, bedauert der Kreisbereitschaftsleiter abschließend und hofft auf weiteren Nachwuchs, damit der Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen wie dem Freischießen auch weiterhin durch Ehrenamtliche gewährleistet werden kann.

Von Antje Ehlers

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