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Familiendrama: Andreas S. lag neben toten Kindern

Mord in Ilsede Familiendrama: Andreas S. lag neben toten Kindern

Groß Ilsede. Neue Erkenntnisse beim Familiendrama in Groß Ilsede: Als die Polizei in der Nacht zu Freitag den Tatort betrat, fand sie den mutmaßlichen Mörder Andreas S. neben seinen vier toten Kindern. Der 36-Jährige war noch bei Bewusstsein, redete aber wirre Sätze.

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Trauer in Groß Ilsede: Vor dem Reihenhaus der Familie S. stehen viele Kerzen mit den Namen der toten Kinder. Freunde und Bekannte haben Blumen vor die Tür gelegt.

Quelle: Peter Steffen

Nachdem der Vater seine Kinder, Lio (5), Lean (7), Noah (9), Pia (12), getötet hatte, schnitt er sich selber die Pulsadern und den Hals auf (PAZ berichtete). Er liegt weiter im Koma. Hintergrund der schrecklichen Tat sind vermutlich Trennungsprobleme, so die Staatsanwaltschaft Hildesheim.

Gestern sind die Leichen der vier Kinder freigegeben worden. Sie wurden in der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert. Laut Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes soll die Beerdigung im privaten Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Unabhängig davon solle es aber noch einen öffentlichen Trauergottesdienst geben. Wann genau soll morgen bekanntgegeben werden. Brandes veröffentlicht heute einen offenen Brief in der PAZ.

Die Mutter der Kinder soll in den kommenden Tagen von der Polizei als Zeugin vernommen werden. Ein Termin dafür stehe noch nicht fest, sagte Polizei-Sprecherin Natascha Aust gestern.

Der Gesundheitszustand von Andreas S. ist unverändert: Er schwebt in Lebensgefahr und liegt im künstlichen Koma. Er soll im städtischen Klinikum in Hildesheim untergebracht sein. Die Polizei bewacht ihn dort.

Die Landesschulbehörde schickte gestern zehn Notfallpsychologen nach Groß Ilsede, die die Schüler betreuen. Das Team wird dort auch heute noch tätig sein. Tochter Pia besuchte das Gymnasium Groß Ilsede, die mittleren Jungen gingen dort zur Grundschule. Der Jüngste sollte nach den Sommerferien eingeschult werden. Der Schulpsychologe Bernd Deseniß erklärte in der PAZ, wie Eltern mit ihren Kinder über das schreckliche Ereignis sprechen können, um die Tat gemeinsam zu verarbeiten.

pif

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