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Stadt Peine Zu viel Gemecker über Peine: Handel fordert eine Mitmach-Kultur
Stadt Peine Zu viel Gemecker über Peine: Handel fordert eine Mitmach-Kultur
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00:21 16.02.2019
Blick in die Peiner Fußgängerzone: „Unsere Region ist viel besser als ihr Ruf“, sagen jetzt Vertreter aus Handel und Gewerbe und fordern ein Ende der Meckerei. Quelle: Isabell Massel
Peine

Egal ob die Debatte um den Eulenmarkt oder das Lindenquartier – ein Vorwurf war immer wieder zu hören: Vor allen in den sozialen Medien werde zu viel gemeckert, Peine und der Landkreis schlecht geredet, oftmals sogar von Peinern selbst. „Stimmt leider“, sagt der Peiner Volksbank-Chef Stefan Honrath und fordert ein Umdenken. Seine Ansicht teilen Vertreter aus Handel und Gewerbe.

„Ich kann das Gemecker kaum mehr hören. Unsere Region ist viel viel besser als ihr Ruf. Peine und die umliegenden Gemeinden haben viel zu bieten und mit der Lage zwischen Braunschweig und Hannover eine hervorragende Ausgangslage“, sagt Honrath von der Volksbank Brawo und liefert gleich noch konkrete Zahlen mit dazu – aus einem PAZ-Artikel.

Demnach betrug das verfügbare Einkommen je Einwohner im Kreis Peine bei der letzten Erhebung 21 203 Euro und lag damit über dem Landesschnitt von 21 045 Euro. Das war vor über vier Jahren noch anders. Die Stadt Braunschweig lag bei der letzten Erhebung mit 21 419 Euro nur wenig höher. „Wenn man berücksichtigt, dass Mieten und Immobilienpreise im Landkreis Peine spürbar niedriger ausfallen als in den Oberzentren, wird deutlich, dass die Menschen hier vergleichsweise mehr Geld für sonstige Ausgaben haben als Einwohner einer Großstadt mit ähnlichem Einkommen“, sagt Honrath. Dies sei vor allem für Handel und Handwerk ein positives Zeichen.

Peine ist eine attraktive Stadt“

Dem stimmen auch Kreishandwerksmeister Ulf Glagow, Carsten Senge von der Peiner Kaufmannsgilde und Thomas Kirchmann vom Gewerbeverein Ilsede.nett zu, die sich zusammen mit dem Peiner Brawo-Chef zu dem Thema kürzlich ausgetauscht haben. „Peine ist insgesamt eine attraktive Kleinstadt mit einer tollen Fußgängerzone, nur leider erkennen das anscheinend einige Peiner nicht mehr“, sagt Senge.

So habe er in manchen Wochen mehr Kundschaft von außerhalb in seinem Geschäft als aus Peine. „Dabei bieten vor allem die hier noch vorhandenen inhabergeführten Geschäfte mit ihrem besonderen Service und dem Fachpersonal einen großen Vorteil für den Kunden“, so der Geschäftsmann.

Infrastruktur als wichtiger Faktor

Auch der Kreishandwerksmeister schätzt diese Vielfalt in der Fuhsestadt. „In vielen anderen Innenstädten gibt es einen regelrechten Einheitsbrei – da setzt sich Peine sehr angenehm von ab“, sagt Glagow. Die von Honrath angesprochene gute Kaufkraft sei ein weiterer Vorteil der Region. „Gerade für das Handwerk ist das spürbar, für unsere Betriebe eine gute Sache“, so der Kreishandwerksmeister.

Allerdings spiele nicht nur die Kaufkraft eine Rolle. „Auch die Infrastruktur ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität einer Region“, sagt Thomas Kirchmann vom Gewerbeverein Ilsede.nett. Die Nähe zur A 2 sei dabei ein großes Plus für das Peiner Land, aber auch bei Kitas, Kultur und Co. sei man gut aufgestellt. Hier dürfe man aber auch in Zukunft nicht nachlassen, unterstrich der Unternehmer.

„Peiner Appell – der Begriff passt!“

Und wie kriegt man diese PS nun auf die Straße – wie überzeugt man die Menschen im Peiner Land wieder mehr von „ihrem“ Peine? „Zunächst sollten wir aufhören, unsere eigene Region immer schlecht zu reden“, sagen Kirchmann und Glagow. „Aber dann müssen wir auch unsere Hausaufgaben machen“, ergänzt Senge. „Das heißt für den Handel in Peine beispielsweise konkret: Verlässliche Öffnungszeiten in der Fußgängerzone. Vielleicht nur ein kleines Mosaiksteinchen – aber so etwas erwartet der Kunde einfach heutzutage. Und meiner Meinung nach zurecht.“ Auf die Frage, ob man das als einen „Peiner Appell“ verstehen könne, antwortet Glagow: „Wenn Sie es so nennen wollen, warum nicht. Der Begriff passt.“

Peine – das sind wir alle!

Abschließend erklärt Honrath: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, das ist gut. Nun geht es darum, dass Peine das eigene Profil schärft und sich selbstbewusst zwischen Braunschweig und Hannover positioniert.“ Carsten Senge ergänzt: „Nicht immer nur kritisieren, sondern machen. Wir brauchen eine neue Mitmach-Kultur, eine neue Überzeugung für die eigene Region. Denn Peine – das sind wir alle. Und wir alle können mitmachen, diese Region so attraktiv wie möglich zu gestalten.“

Von Tobias Mull

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