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Stadt Peine Zecken und gefährliche FSME: „Impfen ist der einzige Schutz“
Stadt Peine Zecken und gefährliche FSME: „Impfen ist der einzige Schutz“
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08:00 13.07.2018
Eine Zecke auf der Haut eines Menschen. Die kleinen Krabbeltiere können gefährliche Viren übertragen. Quelle: dpa-Zentralbild
Peine

Immer mehr Menschen zieht es im Urlaub und in der Freizeit in die Natur. Eine Gefahr wird dort oftmals unterschätzt: die Zecke. Diese Tiere können eine durch Viren bedingte Frühsommerhirnhaut- und Hirnentzündung (FSME) übertragen, die schwere Komplikationen bis hin zu bleibenden Lähmungen zur Folge haben kann.

Man kann sich gegen eine FSME-Erkrankung jedoch wirksam schützen: mit einer Impfung.

Insbesondere in Süddeutschland besteht ein hohes Risiko, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren. In Niedersachsen gibt es noch kein ausgewiesenes Risikogebiet.

Immer wieder FSME-Erkrankungen in Niedersachsen

s„Aber auch in Niedersachsen werden immer wieder FSME-Erkrankungen registriert. Seit 2002 sind dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) 18 Fälle bekannt, neun davon in den Jahren 2016 und 2017“, berichtete Dr. Doris Arnold, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Dem Gesundheitsamt des Landkreises Peine wurde noch nie eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gemeldet. Laut dem NLGA ist eine mögliche Infektion mit dem FSME-Virus in Niedersachsen zwar nicht völlig auszuschließen, aber immer noch sehr unwahrscheinlich.

Eine Zecke (Ixodida), betrachtet durch ein Mikroskop. Quelle: dpa

Jedoch sind zurzeit Sommerferien, und viele Familien führt es nach Süddeutschland, Österreich, Osteuropa und Skandinavien – Länder, die als FSME-Risikogebiete bekannt sind. Reist man in diese Gebiete, so ist die FSME-Schutzimpfung anzuraten.

Erkrankt man an FSME, treten nach einer Inkubationszeit von sieben bis 14 Tagen zunächst grippeähnliche Symptome auf. Nach einem kurzen symptomfreien Intervall von bis zu einer Woche folgen die spezifischen Anzeichen wie Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung.

Oft gibt es keine Symptome

Ein hoher Anteil der Infektionen (zwischen 70 und 95 Prozent) verläuft jedoch asymptomatisch. Bei schweren Verläufen besteht aber die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen wie Teillähmungen. Aus diesen Gründen kommt der Impfung eine besondere Bedeutung zu.

Gerade Kinder sollten bei Reisen in FSME–Risikogebiete den nötigen Impfschutz erhalten, da sie durch ihr altersbedingtes Verhalten in der freien Natur in starkem Maße Zeckenstichen ausgesetzt sein können.

Doch auch für bestimmte Personengruppen, die sich berufs- oder freizeitbedingt viel in der Natur aufhalten, ist eine Impfung sinnvoll. Bundesweit sind bislang 20 Prozent der Bevölkerung an FSME geimpft, in Österreich sind es 80 Prozent.

Die häufigste durch Zecken übertragbare Erkrankung ist jedoch die durch Bakterien verursachte Lyme-Borreliose, für die es keine Impfung gibt.

Was tun bei einem Zeckenstich?

In jedem Fall sollte nach einem Zeckenstich wie folgt vorgegangen werden: Die Zecke schnell mit den Fingerspitzen, mit einer Pinzette oder mit einer Zeckenkarte oder-zange entfernen. Anschließend sollte die Stichstelle möglichst desinfiziert werden.

Bei Auftreten einer Wanderröte (Erythema migrans) auch zwei bis drei Wochen nach dem Stich ist dringend der Hausarzt aufzusuchen, um sich einer Antibiotikatherapie zu unterziehen. Ein Fehlen der Hautrötung schließt eine Borrelieninfektion allerdings nicht aus.

Von Michael Lieb

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