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Zaunlose Gartenfreunde lieben frische Luft

Peine Zaunlose Gartenfreunde lieben frische Luft

Schmucke Häuschen, bunte Gemüsegärten, keine Zäune: Der unkonventionelle Peiner Kleingärtnerverein Schwanensee hat die Chance, den niedersächsischen Landeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ zu gewinnen.

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Die Peiner Schwanensee-Kleingärtner mit dem Vorsitzenden Norbert Winterhoff (Zweiter von rechts) haben den „grünen Daumen“.

Quelle: cb

Peine . Die Entscheidung unter 15 Vereinen fällt im Finale am Sonnabend, 5. Dezember, in Hannover. Den Preis übergibt Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU). Der Gewinner nimmt am Bundeswettbewerb teil. Der Schwanensee-Vorsitzende Norbert Winterhoff sieht der Entscheidung ganz entspannt entgegen.

Er sagt der PAZ: „Wir werden zu dritt zur Verleihung fahren, aber auch wenn wir nicht gewinnen, ist das kein Beinbruch. Eigentlich wollten wir gar nicht am Wettbewerb teilnehmen, aber haben es dann doch gemacht.“ Wir – das sind 39 Schwanensee-Kleingärtner, von den 24 am Peiner Kranichweg und 15 am Schwanensee ihre Häuschen und Parzellen besitzen und pflegen.

Das Alter der Naturliebhaber bewegt sich zwischen 20 und 80 Jahren, wobei die meisten um die 60 sind. Das Besondere daran: Es gibt in diesem Kleingartenverein keine Zäune, Garten grenzt an Garten. Norbert Winterhoff erklärt: „Das ist äußerst selten und hat wahrscheinlich dazu geführt, dass wir beim Wettbewerb so weit gekommen sind.“ Beide Flächen zusammen genommen, werden im Kleingartenverein am Kranichweg und am Schwanensee 1,8 Hektar Fläche bewirtschaftet, wobei nicht Blumen im Vordergrund stehen.

„Nein“, betont der 60-jährige Rentner, „die meisten sind Nutzgärten, und wir pflanzen hier je nach Jahreszeit Kartoffeln, Möhren oder auch Rosenkohl an.“ Jetzt werden die Gärten gerade winterfest gemacht, wobei es Winterhoff vor allem genießt, an der frischen Luft zu sein. Die Kosten seien mit jährlich 130 Euro bezahlbar.

Doch auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, „denn wir veranstalten hier im Gemeinschaftsraum regelmäßig Skat-Abende, und die Frauen treffen sich zum Kaffeeklatsch“. Beliebt ist das Sommerfest, zu dem etwa 70 Mitglieder, Familienangehörige und Freunde kommen. Der Vorsitzende sagt: „Immer eine Woche nach dem Peiner Freischießen bauen wir hier ein großes Zelt auf und feiern eine Party. Das kommt super an.“
Begonnen hat alles 1946 mit dem Verein Fortschritt an der Woltorfer Straße hinter den damaligen Ölwerken. Dort gab es 61 Parzellen, die aus vertraglichen Gründen 1953 an den Schwanenteich wechselten.

1967 wechselten die Gartenfreunde daher ihren Namen in Schwanensee, wobei 1978 die größere Anlage am Kranichweg dazu kam.

tk

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