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Stadt Peine Woltwiescher Prügel-Attacke: Angeklagte räumten Tat ein
Stadt Peine Woltwiescher Prügel-Attacke: Angeklagte räumten Tat ein
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00:20 28.06.2018
Zwei der insgesamt vier Angeklagten mit ihren Anwälten. Quelle: Eckhard Bruns
Peine/Hildesheim

Wie brutal die vier auf ihre Opfer einprügelten, zeigte sich während der Verhandlung, als ein Sachverständiger und Rechtsmediziner der MHH Hannover einen Überblick zu den feststellten Verletzungen gab. Die beiden Männer erlitten demnach unter anderem schwere Kopfverletzungen, diverse Brüche (Schädel, Nasenbein, Kiefer, seitliche Augenhöhle), Blutergüsse, Weichteilverletzungen im Gesicht, Weichteildurchtrennungen sowie Platzwunden und Schrammen. „Teilweise gab es offene Brüche mit der Möglichkeit von Lufteintritt und Verunreinigung“, erläuterte der Experte.

Die Verletzungen seien vorrangig Folgen von Schlägen und Tritten. Dass dabei auch „stumpfe Gegenstände“, wie zum Beispiel eine Flasche eine Rolle spielen könnten, liege im Bereich des Möglichen, so der Mediziner weiter. Er stützte damit die Aussagen während des Prozessauftakts, dass die Angreifer auch mit einer leeren Wodka-Flasche zuschlugen, bis diese schließlich zerschmetterte.

Mehrere Zeugen wurden vernommen

Zu Beginn der Verhandlung am Montag vor mehr als 20 Zuhörern im Gerichtssaal 134 hatten zwei der Anwälte im Namen ihrer Mandanten zum Tatvorwurf Stellung genommen und diesen eingeräumt. Es habe Schläge und Tritte gegeben, weitere Erinnerungen zum Tathergang hätten die Angeklagten allerdings nicht.

Zu keiner Zeit solle ein Vorsatz oder eine Tötungsabsicht bestanden haben, die Anklage lautet hingegen auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Die Tat tue den Angeklagten inzwischen „total leid“, als mögliche Ursache wurde Alkoholgenuss im erheblichen Maße angeführt. Die Angeklagten würden die Opfer um Entschuldigung bitten. Sie wollen für ihre Tat geradestehen und boten ein „kleines Schmerzensgeld“ an.

Es folgte eine intensive Beweisaufnahme. Mehrere Zeugen wurden vernommen. Neben vielen Übereinstimmungen gab es aber auch immer wieder deutliche „Erinnerungslücken“ und Widersprüche zum Tathergang und zum Zeitablauf des Abends. Auch fehlte die konkrete Zuordnung, welcher Täter welches Opfer zu einem bestimmten Zeitpunkt geschlagen oder getreten hat.

Ein Opfer hatte am Tatabend sehr schnell die Flucht ergreifen können. Er gab nun an, trotzdem einige Übergriffe auf seine zwei Freunde gesehen zu haben. Eine Zeugin war nicht zum Termin erschienen und konnte somit nicht angehört werden. Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.

Von Eckhard Bruns

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