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Stadt Peine Landkreis Peine plant Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung
Stadt Peine Landkreis Peine plant Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung
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00:24 24.11.2018
Sitz der Wito ist der Starterhof auf dem ehemaligen Ilseder Hüttengelände. Quelle: Antje Ehlers
Kreis Peine

Der Kern der Neuausrichtung: Weniger direkte Kleinstberatung einzelner Unternehmen, mehr klassische und auf übergeordnete Zusammenhänge ausgerichtete Wirtschaftsförderung. „Unser Landkreis hat viel zu bieten – und das müssen wir noch deutlicher nach außen tragen. Nur so können wir dauerhaft zwischen den Großstädten Braunschweig und Hannover bestehen“, erläutert Einhaus gegenüber der PAZ.

Peiner Land soll attraktiver werden

Das Ziel dieser „Imagekampagne“ für den Landkreis: Das Peiner Land für Menschen aus den Ballungszentren als Wohnort noch attraktiver machen, um so die geringe Steuerkraft zu erhöhen und den Kaufkraftabfluss zu stoppen. „Wir brauchen ein eigenes Profil, ein Alleinstellungsmerkmal – all das soll die Wito entwickeln und pflegen“, so Einhaus weiter.

Der Zeitpunkt der Neuausrichtung fällt zusammen mit einer kreisweit geplanten Erhöhung der Gemeindeanteile am Gesellschafterzuschuss an die Wito. Ohne diese Zuschusserhöhung würde die Wito spätestens 2020 massive Liquiditätsprobleme bekommen, heißt es dazu in einer Vorlage zum Thema bei der Stadt Peine.

Gestiegene Personalkosten

Von einer finanziellen Schieflage der Wito will Einhaus jedoch nicht sprechen. „Die Erhöhung ist vor allem auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen, weil sich die Gehälter seit einigen Jahren am TVöD orientieren“, erläutert der Landrat. Und dieser Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst sehe wiederkehrende Gehaltssteigerungen vor, was zu steigenden Kosten führen würde.

Auch die nun geplante Anhebung der Zahlungen der Kommunen an die Wito sei zusammen mit weiteren Faktoren wie etwa dem Wechsel in der Wito-Geschäftsführung und eben der immer wieder auftauchenden Diskussion über die Aufgabenschwerpunkte der Wito der Anlass gewesen, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft nachzujustieren. „Vielleicht hätten wir diese Neuausrichtung schon früher angehen sollen“, merkt Einhaus selbstkritisch an. „Umso wichtiger ist es, diese nun auf den Weg zu bringen und gemeinsam umzusetzen.“

Und vor allem auch die Stärkung dieser „Gemeinsamkeit“ aller Kommunen und des Landkreises sei ein zentrales Ziel der Wito-Neuausrichtung. „Wir brauchen eine stärke Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene, um den aktuellen Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Digitalisierung erfolgreich begegnen zu können“, so der Landrat abschließend.

Finanzielle Situation der Wito

Die Neuausrichtung der Wito fällt zusammen mit einer geplanten Erhöhung der Gemeindeanteile am Gesellschafterzuschuss an die Kreis-Wirtschaftsförderung. So liegt die Deckungslücke der Wito in den kommenden drei Jahren bei durchschnittlich rund 125 000 Euro.

„Im Aufsichtsrat wurde Einigkeit erzielt, dass die Kommunen ihre Zuschüsse insgesamt um 25 000 Euro erhöhen. Die dafür notwendigen Beschlüsse werden von allen Mitgliedskommunen in die laufenden Haushaltsberatungen eingebracht“, sagt Einhaus. Die restlichen 100 000 Euro sollen vom Landkreis selbst übernommen werden.

Die Ursache dieser finanziellen Entwicklung bei der 2003 gegründeten Wito: Die 2008 beschlossene Entlohnung der Mitarbeiter entsprechend den Vereinbarungen des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) führe zu kontinuierlich steigenden Personalkosten.

In den vergangenen Jahren hätten diese Defizite noch durch selbst erwirtschaftete Einnahmen aus Förderprojekten und Unternehmensberatungen größtenteils aufgefangen werden können. Da seit einigen Jahren die Förderprojekte nun jedoch ausgelaufen seien und mit der Neuausrichtung der Wito Beratungsumsätze auch aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken fast gar nicht mehr generiert werden sollen, würden seitens der Wito künftig nur noch geringe Eigenumsätze zur Deckung des Defizits erwirtschaftet.

Von Tobias Mull

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