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Stadt Peine Wirbel um Standort für neue Kreismusikschule
Stadt Peine Wirbel um Standort für neue Kreismusikschule
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23:00 21.03.2018
Blick auf das Lindenquartier in Peine.  Quelle: Thomas Freiberg
Peine

 Der Landkreis Peine hatte am Dienstag auf Anfrage mitgeteilt, dass eine Ansiedlung der Kreismusikschule im Lindenquartier innerhalb des derzeitigen Verfahrens der Stadt Peine mit dem Investor THI aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei.

 „In dieser Deutlichkeit war das mit uns nicht kommuniziert worden“, sagt nun Dietmar Meyer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Peiner Stadtrat. „Der Investor hatte uns gesagt, dass Flächen für den Landkreis zur Verfügung stehen würden und dass diese dem Landkreis auch angeboten werden sollen.“

Nach Aussage der Stadt Peine habe der Investor dem Landkreis tatsächlich die Möglichkeit eröffnet, sich in das Projekt „Lindenquartier“ einzubringen. Zu einer Kooperation kam es jedoch nicht. Liegt der Schwarze Peter also beim Landkreis? Der wies den Vorwurf der mangelnden Kooperationsbereitschaft bereits in der gestrigen Ausgabe weit von sich. Der Kreis verschließe sich nicht – aus rechtlichen Gründen könne man sich an dem Verfahren nicht beteiligen. Diese leiten sich aus dem Anspruch des Landkreises ab, ein solches Vorhaben in eigener Zuständigkeit und Verantwortung zu realisieren. Dass dies immer auch so kommuniziert wurde, unterstreicht auch Frank Hoffmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Peiner Kreistag.

Wird es also unter dem Investor THI keine Kreismusikschule im Lindenquartier geben? Hoffmann will das nicht komplett ausschließen. Er sagt: „Eine Kreismusikschule ist kein Sockenladen, da müssen einfach auch die räumlichen Voraussetzungen stimmen. Sind die gegeben, muss man darüber sprechen.“ Den vom Landkreis bereits angedachten Alternativ-Standort für einen Neubau lehnt er hingegen ab. „Eine Kreismusikschule sollte tagsüber zu jeder Zeit gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Da fällt Vöhrum für mich weg.“ Von einem Neubau – er könnte mindestens acht Millionen Euro kosten – hält Hans-Werner Fechner allgemein nichts. „Man sollte zunächst schauen, ob es nicht irgendwo geeignete Räume gibt, die momentan frei stehen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende im Peiner Kreistag.

„Es geht nur gemeinsam“

„Die Kreismusikschule im Lindenquartier war eine interessante Idee“, sagt Andreas Meier, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Peiner Stadtrat. „Eine teure Einmietung durch den Landkreis konnten wir uns aber nicht vorstellen.“ Die Absage des Landkreises (siehe Haupttext) sei für ihn daher nicht überraschend gewesen. „Diese hätte aber deutlich früher verkündet werden können“, so Meier.

Er fordert alle Beteiligten in Stadt und Landkreis auf, mehr miteinander zu reden. „Nach einem Gespräch mit Landrat Franz Einhaus werde ich für einen regelmäßigen Austausch zu besonderen Themen eintreten. Nur so können wir unsere Fuhsestadt weiter entwickeln und zu dem Mittelzentrum werden, das zwischen Hannover und Braunschweig seinen Platz behauptet“, sagt Meier. „Es geht nur gemeinsam. Wir sind bisher noch ein attraktiver Standort – das dürfen wir auf keinen Fall aufs Spiel setzen.“

Der Christdemokrat ist optimistisch, dass auch ohne Kreismusikschule noch ein guter Mix im Lindenquartier entstehen kann. „Vielleicht hätten wir uns dem Thema Gesundheit in diesem Bereich mit den optimalen Verkehrsanbindungsmöglichkeiten und einem Gesundheits- und Rehazentrum befassen müssen“, so Meier.

Mit dem angedachten Alternativ-Standort der Kreismusikschule in Vöhrum kann er sich nicht wirklich anfreunden. „Ich würde mir eine dauerhafte Lösung in Innenstadt-Nähe wünschen. Eltern könnten in der Zeit, in der ihr Nachwuchs im Musikunterricht ist durch die Innenstadt gehen, einkaufen oder sich auch im nächsten Café mal entspannen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende

Von Tobias Mull

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