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Wandermuscheln kleben am Rad

Eixer See Wandermuscheln kleben am Rad

Eigentlich will Jörg Bressler am Eixer See nur ein bisschen ausspannen und ein paar Schwimmzüge unter Wasser machen. Da entdeckt er in drei bis vier Metern Tiefe ein altes Rad.

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Eixe. Tief Luft holen und los geht es: Fünf bis sechs Anläufe braucht Jörg Bressler schon, bis er seine Trophäe endlich in den Händen hält. Vorher hat sich Bressler am Eixer See in der Sonne geaalt und plötzlich Lust auf eine Abkühlung verspürt.

Er springt in den See und taucht ab. Da erblickt er ein altes Fahrrad, das über und über mit Muscheln bewachsen ist. Er erzählt davon am Strand. „Dann hol es doch rauf“, rufen ihm die anderen Badegäste zu. Schon ist der 41-Jährige wieder im Wasser.

 

Ans Tageslicht holt er das Fahrrad und viele kleine gestreifte Muscheln. „Das sind Wander- oder Zebramuscheln“, sagt Elke Kentner, Biologin von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Peine. Der Fund ist für sie interessant. Denn die Muscheln haben hervorragende Eigenschaften. Sie filtern das Wasser und tragen somit zu einer guten Qualität der Gewässer bei.

 

Vor einigen Jahrzehnten war die Wandermuschel in Europa fast ausgestorben. „Sie hat aber eine lange Geschichte in unseren Breiten“, erklärt Kentner. Denn fossile Funde gibt es von den Muscheln reichlich. Älteste Nachweise stammen aus einer Zeit vor elf Millionen Jahren.

 

Inzwischen sind die Muscheln mit dem lateinischen Namen Dreissena Polymorpha wieder häufig in unseren Gefilden anzutreffen. Die Biologin sagt: „Schiffe haben sie aus dem Schwarzen Meer zurückgebracht.“ Wandermuscheln können jedoch die Artenvielfalt aus dem Gleichgewicht bringen, denn sie sind sehr durchsetzungsfähig. Für Wasservögel und Karpfen sind die Muscheln aber eine leckere Speise.

 

Probleme können Wandermuscheln in Rohrleitungen bereiten. Durch ihre Größe besteht die Gefahr, dass die Rohre verstopfen.

pif

 

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