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Stadt Peine Vorwurf der Vergewaltigung: Freispruch für Peiner
Stadt Peine Vorwurf der Vergewaltigung: Freispruch für Peiner
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17:55 16.05.2018
Der Angeklagte (links) mit seinem Verteidiger Manfred Christian. Quelle: Wiebke Barth
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Peine/Hildesheim

Das Paar hatte 2015 im Libanon geheiratet, dann nahm der Ehemann seine Frau mit nach Peine. Doch schon nach wenigen Monaten soll es Streit gegeben haben. Die Ehefrau warf ihrem Mann vor, er habe sie am 3. August 2016 geprügelt, gefesselt und vergewaltigt. Sie hatte danach versucht, sich mit Tabletten zu vergiften und war ins Krankenhaus gekommen.

„Da bleiben Zweifel“

Bei der Schilderung der Abläufe dieses Tages sah das Gericht jedoch Ungereimtheiten auf beiden Seiten. So gab es zwar Handyfotos von Verletzungen der Frau, jedoch Zweifel daran, dass die Bilder an diesem Tag entstanden waren. Denn die Ärzte im Krankenhaus hatten nichts davon bemerkt.

Zweifel gab es aber auch an den Angaben des Angeklagten zu seinen Arbeitszeiten. Und der Behauptung seiner ersten Frau, er habe sie zu der fraglichen Zeit besucht, glaubte das Gericht überhaupt nicht.

Doch auch die Erste Staatsanwältin Christina Pannek hatte auf Freispruch plädiert. „Irgendwas, irgendwann“ sei wohl vorgefallen – aber an dem Tag und so wie geschildert? „Da bleiben Zweifel“, sagte Pannek.

Der Angeklagte habe sie keineswegs davon überzeugt, dass er seine Frau nicht angefasst habe. Aber jemand zu Unrecht freizusprechen sei besser als jemand zu Unrecht zu verurteilen, erklärte die Staatsanwältin. Auch Verteidiger Manfred Christian forderte Freispruch.

„Es bleibt ein ungutes Gefühl“

Lediglich die Vertreterin der Nebenklägerin, Petra Schaeffer, plädierte auf eine Verurteilung wegen Vergewaltigung. Die Aussagen ihrer Mandantin seien stringent und nicht widerlegt, die Geschichte des Ehemannes dagegen ein Konstrukt, sagte die Rechtsanwältin.

Es sei auch nicht grundsätzlich so, dass das Gericht dem Angeklagten glaube, der Ehefrau aber nicht, betonte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung: „Es bleibt ein ungutes Gefühl. Es ist ein Freispruch mit Bauchweh.“

Von Wiebke Barth

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