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Stadt Peine So verlief die Novemberrevolution in Peine
Stadt Peine So verlief die Novemberrevolution in Peine
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13:50 10.01.2019
Novemberrevolution 1918: Hier sind sich sammelnde Soldaten in München zu sehen. Quelle: dpa
Peine

Dem Thema „100 Jahre Novemberrevolution in Peine“ widmete sich eine Veranstaltung des DGB-Kreisverbandes Peine des DGB-Frauenausschusses Peine. Zu Beginn gab Wolf-Dieter Rudolph eine Einführung über die Vorgeschichte, die zur Novemberrevolution führte. Im zweiten Teil der Veranstaltung informierte der Lokalhistoriker Andreas Warmbold über den Ablauf der Novemberrevolution, die in Peine unblutig verlief.

Die neue Ordnungsgewalt

Der Peiner Arbeiter- und Soldatenrat (ASR) hatte sich am 8. November 1918 konstituiert und trat am nächsten Tag zur ersten Sitzung zusammen. Er war die neue Ordnungsgewalt in Peine. In 15 Punkten, die als erste Maßnahmen veröffentlicht sind, wurde vor allem das Bestreben ausgedrückt, die öffentliche Ruhe, Ordnung und Normalität aufrechtzuerhalten.

Rote Fahne auf dem Rathaus

Der Arbeiter- und Soldatenrat als neue Ordnungsgewalt: Hier eine Bekanntmachung vom 8. November 1918 aus Peine. Quelle: Stadtarchiv Peine

Getreide und Kartoffeln fehlten

Ein großes Problem war der Mangel an Getreide und Kartoffeln. Der Landrat bat den ASR daher, die nicht abgelieferten Getreidemengen der Bauern (diese waren dazu verpflichtet) einzutreiben. Es herrschte große Not und Schwarzhandel.

Auch ein Bürgerrat bildete sich

Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates Peine: August Karsten. Quelle: Stadtarchiv Peine

Arbeiterrat verlor an Bedeutung

Nach den Kommunalwahlen im März 1919 hatte der Arbeiterrat praktisch keine Bedeutung mehr. Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates wurde August Karsten. Er war Gewerkschaftssekretär und der Protagonist der USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, der linke Flügel der SPD hatte sich schon zu Kriegszeiten von der SPD abgespalten). Später ging Karsten zur SPD zurück und war von 1922 bis 1933 Reichstagsabgeordneter für diesen Wahlkreis.

Vortrag noch mal am 14. Januar

Wer den ausgesprochen interessanten Vortrag beim DGB verpasst hat, hat noch eine Chance, etwas über das Thema zu hören. Andreas Warmbold gewährt am Montag, 14. Januar, in dem Vortrag „Die Novemberrevolution 1918 in Peine“ des Kreisheimatbundes spannende Einblicke in die Monate rund um den 9. November 1918, in denen lange unklar war, wie die politische Entwicklung weiter verlaufen würde. Los geht es um 19.30 Uhr im Kreismuseum. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Von Alex Leppert

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