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Virus bedroht Schafe und Rinder im Kreis

Kreis Peine Virus bedroht Schafe und Rinder im Kreis

Gegen das sogenannte Schmallenbergvirus gibt es noch keinen Impfstoff. Jetzt ist auch der erste Fall im Peiner Land bekannt geworden. In der Schafherde vom ehemaligen Kreis-Landwirt Carl Lauenstein aus Bodenstedt ist ein Lamm verkrüppelt zur Welt gekommen. Das Tier war an dem Virus erkrankt. Auch andere Herden von Schafen, Ziegen oder Rindern im Peiner Land könnten befallen sein.

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Mit Lamm auf dem Arm: Der frühere Kreislandwirt Carl Lauenstein.

Quelle: cb

Kreis Peine. „Das Virus wird durch Mücken übertragen“, sagte Lauenstein. Akut bestehe also keine Gefahr einer Infektion, weil keine Mücken fliegen. Doch im Herbst könnten die ersten Herden im Peiner Land befallen worden sein. Das Peiner Veterinäramt bestätigte gestern den Verdachtsfall. Weitere Fehlbildungen bei Schafen seien bekannt geworden, untersucht wurden die Kadaver aber nicht.

„Für Menschen ist das Virus unbedenklich“, sagte Dr. Heinke Muuß, Leiterin des Peiner Veterinäramts. Herden, die befallen worden sind, sind allerdings schon bedroht, sagte Lauenstein. Das Virus bewirkt, dass die Föten im Mutterleib verkrüppeln. Damit bestehe auch eine Gefahr für die Muttertiere, weil es bei der Geburt Komplikationen geben kann.

Auffallend: Das betroffene Lamm bei Lauenstein hat ein Zwillingsgeschwisterchen, das nicht erkrankt ist. „Das Lamm springt hier fröhlich in meinem Stall herum“, sagte er.

Das Schmallenbergvirus ist nicht als Seuche anerkannt, daher müssen die Landwirte den Verlust selbst tragen – auch wenn sie in die Tierseuchenkasse einzahlen. Treffen kann es alle Wiederkäuer – also auch Ziegen und Rinder.

Laut Lauenstein stehen die Landwirte mit dem Friedlich Löffler Institut für Tiergesundheit in Kontakt. Dort soll bis 2013 ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt werden.

Tierhalter, in deren Bestand missgebildete Schaf- oder Ziegenlämmer oder Kälber zur Welt kommen, werden gebeten, sich mit dem Veterinäramt unter 05171/4016055 in Verbindung zu setzen, da zur Ermittlung der Verbreitung der Krankheit Verdachtsfälle geklärt werden sollen.

pif

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