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Vierjähriger versprüht Pfefferspray: Mehrere Verletzte

Kita "Pusteblume" in Telgte Vierjähriger versprüht Pfefferspray: Mehrere Verletzte

Einen Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr gab es am Donnerstagvormittag im Kindergarten Pusteblume an der Margaretenstraße in Peine. Der Grund: Ein Vierjähriger hatte Pfefferspray mit in den Kindergarten genommen und das chemische Gas dort versprüht. 17 Kinder und zwei Erzieherinnen erlitten dabei Reizungen der Atemwege und der Augen.

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Die besorgten Eltern eilten schnell zum Kindergarten nach Telgte, als sie von dem Reizgas-Unfall erfuhren.

Quelle: Thomas Freiberg

Peine. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der vierjährige Junge offenbar das Pfefferspray seiner Mutter unbemerkt aus der Handtasche genommen und mit in den Kindergarten gebracht, so dass es zu dem gefährlichen Zwischenfall kommen konnte, wie Polizei-Sprecher Peter Rathai mitteilte. Das Pfefferspray versprühte der Junge in der Grashüpfergruppe, wodurch insgesamt 17 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren und zwei Erzieherinnen leicht verletzt wurden. „Sie erlitten Reizungen der Atemwege und Augen“, teilte Rathai mit.

Über 20 Rettungsfahrzeuge der Feuerwehren und Notärzte waren dafür zum Einsatz ausgerückt, wie Lagedienstführer Jörg Meyer mitteilte. Sven Bössel war als Vertreter des Stadtbrandmeisters und als Einsatzleiter vor Ort. „Zu den Peiner Rettungskräften kamen auch Notärzte aus Braunschweig und Salzgitter als Unterstützung hinzu“, berichtete er. „Auch die Feuerwehr Kernstadt und Vöhrum sind ausgerückt. Sie haben die Absperrung an der Margaretenstraße vorgenommen und den Rettungsdiensteinsatz unterstützt.“

Allerdings hatte es zuvor eine unglückliche Verwechslung bezüglich des Einsatzortes gegeben, wie Lagedienstführer Jörg Meyer bestätigte: Statt zum Kindergarten Pusteblume im Peiner Ortsteil Telgte schickte die Braunschweiger Leitstelle die Einsatzfahrzeuge zunächst in das etwa 30 Kilometer entfernte Broistedt – denn auch dort gibt es einen Kindergarten mit dem Namen Pusteblume.

„Im Landkreis Peine gibt es leider mehrere Einrichtungen, die diesen Namen tragen. Vom falschen Einsatzort aus ist dann der tatsächlich betroffene Kindergarten nachrecherchiert worden. Wir versuchen jetzt zu ermitteln, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte“, so der Leitstellen-Sprecher.

Nach der verspäteten Ankunft konnten die betroffenen Kinder glücklicherweise noch vor Ort behandelt werden. Ein Krankenhausaufenthalt blieb ihnen erspart. „Die Kinder sind alle von den Ärzten und Sanitätern soweit gesichtet worden und konnten daraufhin nach Hause entlassen werden. Die Sache ist glimpflich ausgegangen“, so Bössel. Schnell eilten viele besorgte Eltern in den Kindergarten, die bereits über das Internet vom Großeinsatz erfahren hatten. Diese durften den Nachwuchs dann vorzeitig mit nach Hause nehmen.

Von Anna Gröhl

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