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Stadt Peine Viereinhalb Jahre Haft für Stederdorfer Spielhallen-Räuber
Stadt Peine Viereinhalb Jahre Haft für Stederdorfer Spielhallen-Räuber
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19:31 19.06.2018
Am Landgericht Hildesheim wurde verhandelt. Quelle: Janine Kluge (Archiv)
Peine/Hildesheim

Das war geschehen: Der Angeklagte überfiel am 10. November 2017 eine Spielhalle in Stederdorf und zwang die Angestellte zur Herausgabe von Bargeld. Der Täter verwendete keine echte Pistole, doch sah das Modell täuschend echt aus. Er erbeutete 738 Euro und flüchtete, draußen wartete ein Komplize auf ihn.

Zur Tatzeit soll der Angeklagte unter Drogeneinfluss gestanden haben. Mit dem gleichen Komplizen beging der 40-Jährige einige Wochen zuvor drei Einbruchdiebstähle in Peine und Edemissen. In zwei Fällen gingen die beiden leer aus, in einem Peiner Friseursalon stahlen sie zwei Tresore mit insgesamt 5000 Euro darin.

Umfassendes Geständnis abgelegt

Der Angeklagte hatte nach seiner Festnahme im Dezember ein umfangreiches und detailliertes Geständnis abgelegt. Er ist bereits vorbestraft und hat einen Drogenentzug hinter sich, wurde jedoch rückfällig. In seiner drogenfreien Zeit wurde der Mann nie straffällig, doch der Rückfall habe zur Beschaffungskriminalität geführt. Zudem sei der Angeklagte von seinem Komplizen zu den Taten genötigt worden.

Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Freiheitsstrafe

Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag für Diebstahl in drei Fällen sowie die schwere räuberische Erpressung eine gesamte Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Zudem sei nach Rücksprache mit einem Sachverständigem eine Einweisung in eine Entziehungseinrichtung angebracht.

Haftstrafe: Das Landgericht Hildesheim verurteilte einen Mann (l.), der in Stederdorf eine Spielhalle ausgeraubt hatte. Quelle: Dennis Nobbe

„Sowohl der Sachverständige als auch ich setzen darauf, dass Sie sich ohne Drogen eine Zukunft aufbauen können – aber dies ist Ihre letzte Chance“, so die Staatsanwältin zum Angeklagten.

Der Verteidiger betonte noch einmal, dass der Angeklagte bereit sei, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und dass er Aufklärungshilfe geleistet habe.

Beim Überfall auf die Spielhalle habe er unter dem Einfluss der Droge Crystal Meth gestanden, wodurch die Steuerungsfähigkeit vermindert gewesen sein soll. Der Verteidiger empfahl eine gesamte Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

Der Angeklagte zeigte sich reumütig und entschuldigte sich noch einmal für seine Taten. „Ich habe mittlerweile bemerkt, dass ich Hilfe brauche“, sagte er.

Urteil hätte härter ausfallen können

Nach längerer Beratungszeit sprach der Vorsitzende Richter das Urteil: Für vier Jahre und sechs Monate muss der Angeklagte in eine Strafvollzugsanstalt, nebenbei soll er einen Drogenentzug machen.

Zudem betonte der Richter, dass das Urteil ohne das Geständnis und die verminderte Schuldfähigkeit härter ausgefallen wäre. In Revision gehen wollte der Angeklagte nicht – er akzeptierte das Urteil umgehend.

Von Dennis Nobbe

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