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Stadt Peine Verkehrszählung - Hertha-Peters-Brücke wenig genutzt
Stadt Peine Verkehrszählung - Hertha-Peters-Brücke wenig genutzt
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22:00 13.03.2018
Von 7 bis 16 Uhr zählte Ratsherr Thomas Weitling den Verkehr auf der Hertha-Peters-Brücke.  Quelle: Thomas Freiberg
Peine

 Deshalb hat Ratsherr Thomas Weitling (parteilos) am Montag eine private Verkehrszählung vorgenommen. Ergebnis: Nur 78 Personen haben die Brücke überquert.

Rechtfertigt eine anscheinend so geringe Nutzung das einen vier Millionen Euro teuren Brücken-Neubau? Das Thema Hertha-Peters-Brücke brodelt schon länger. Bekanntlich ist die Brücke über den Mittellandkanal und die B 65 von Pilzen befallen. Zuerst stand eine Sanierung im Raum, dann ein Neubau. Diesen Plan hinterfragte Weitling bereits im Herbst vergangenen Jahres, da er eine geringe Nutzung der Brücke vermutete. Nun hat er sich der Sache selbst angenommen und einen Tag lang für eine Verkehrszählung an dem morschen Holzbau gesessen.

„In Zeiten leerer Kassen muss die Frage erlaubt sein, ob man sich als Stadt Peine eine solche Brücke leisten kann“, so Weitling. Mehrfach stand für einen Neubau die Summe von vier Millionen Euro im Raum. Diese könnte vielleicht sinnvoller in andere Projekte der Südstadt investiert werden, so der Politiker.

Fünf Jahre alte Zählung lieferte höhere Ergebnisse

Laut einer Zählung vor fünf Jahren nutzten täglich rund 450 Personen die 1988 gebaute Brücke. Weitling zählte am Montag zwischen 7 und 16 Uhr aber lediglich 64 Erwachsene und 14 Kinder, viele davon mit Hunden oder auf dem Fahrrad unterwegs. „Die Brücke wird als Laufstrecke Richtung Waldgebiet Gräwig und zurück für Hundebesitzer gesehen – und die Radfahrer nutzen die Brücke als Abkürzung, ihnen wäre auch ein weiterer Umweg zuzumuten“, so Weitling.

Auch seien lediglich zwei Schulkinder über den Holzbau gegangen, was dessen Nutzen weiter infrage stelle. Allerdings sei das Wetter schlecht gewesen, weshalb Weitling bald eine weitere Zählung bei besserem Wetter durchführen möchte.

„Bei den 78 gezählten Nutzern der Brücke ist zu bedenken, dass viele Peiner ihren Hund ausgeführt haben. Die meisten überquerten die Brücke dabei hin und zurück – gleich zwei Striche. Ein Mann hat mit seinem Hund gleich viermal die Brücke überquert“, so der Ratsherr. Die Zahl von rund 450 Nutzern täglich habe Weitling schon immer angezweifelt. Abschließend betonte er: „Wir müssen uns ernsthaft fragen, ob wir für so wenige Nutzer Politik machen möchten oder ob wir die rund vier Millionen Euro besser einsetzen können.“

Verwaltung der Stadt bereitet Entscheidungsvorschlag vor

Zum aktuellen Sachstand erklärte die Sprecherin der Stadt Peine, Petra Neumann, auf PAZ-Anfrage: „Aktuell bereitet die Verwaltung einen Entscheidungsvorschlag für die Ausschüsse und den Rat der Stadt Peine vor, der den Gremienmitgliedern unter anderem Argumente und Verkehrsdaten an die Hand geben wird, um die grundsätzliche Fragestellung zur städtebaulichen Bedeutung der Hertha-Peters-Brücke zu bewerten.“

Von dieser Grundsatzentscheidung würden dann auch die weiteren Verfahrensschritte und der Auftragsumfang für auszuschreibende Ingenieurleistungen abhängen. Es sei Ziel der Verwaltung, so Neumann, dass die Beratungen in den Gremien im April beginnen.

Von Tilman Kortenhaus

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