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Stadt Peine Verdi nimmt SPD in die Pflicht
Stadt Peine Verdi nimmt SPD in die Pflicht
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07:00 23.10.2018
27 Mitglieder von Verdi waren zur Ehrung nach Peine gekommen. Quelle: Dennis Nobbe
Peine

Gut besucht war die diesjährige Jubilarsehrung der Ortsgruppe Peine der Gewerkschaft Verdi. In diesem Jahr wurden insgesamt 108 Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt, 27 von ihnen nahmen an einer kleinen Feierstunde in der „Bürgerschänke“ in Peine teil. Die Vorsitzende Nanni Rietz-Heering sprach ein Dankeschön aus und übergab Urkunden.

„Abrüsten statt aufrüsten“

In ihrer Begrüßungsrede hob Rietz-Heering die besonderen Politikfelder von Verdi hervor. Neben dem Kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und Tarifabschlüssen werde es immer wichtiger, sich für bessere Lebensbedingungen insgesamt einzusetzen und dafür auf die Straße zu gehen. Deshalb rufe auch der Ortsverein Peine dazu auf, den von sehr vielen Prominenten initiierten Aufruf „Abrüsten statt aufrüsten“ zu unterschreiben und an den bundesweiten Demonstrationen und Aktionen vom 1. bis 4. November teilzunehmen.

Ein weiteres Thema bei Verdi sei das Erstarken der AfD mit ihren Wahlerfolgen. „Wir haben auf unserer Bezirkskonferenz in Braunschweig Anträge verabschiedet, die verhindern sollen, dass Mitglieder aus rechtspopulistischen und rassistischen Parteien und Organisationen bei Verdi in Ämter und Funktionen gewählt werden können. Das war mir ein besonderes Anliegen, und die Anträge gingen ohne Gegenstimme durch“, freut sich Rietz-Heering, die für Verdi auch jedes Jahr das „Fest der Kulturen“ mitorganisiert.

Unterstützung von SPD erwartet

Thomas Kewitz, Vorsitzender der Verdi-Region Süd-Ost-Niedersachsen, forderte in seiner Festrede die Politiker auf, sich in höherem Maße für die Belange der Arbeitnehmerschaft einzusetzen. Er erwarte insbesondere von der SPD Unterstützung für die Gewerkschaftsforderungen. Kewitz ging besonders auf die politischen Ereignisse in den zurückliegenden 70 Jahren ein, die für die anwesenden Jubilare von großer Bedeutung waren, als sie damals in die Vorläufer-Gewerkschaften von Verdi eintraten. So rief Kewitz zum Beispiel den Adenauer-Rücktritt in 1963 und das Grubenunglück in Lengede in Erinnerung.

Der Peiner SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Möhle bereicherte die Veranstaltung durch ein kurzes Grußwort mit Berichten aus dem Landtag und seiner dortigen Arbeit.

Achim Bigus sang Gewerkschaftslieder

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem Osnabrücker Achim Bigus, der sich in Peine bei Veranstaltungen der Gewerkschaften bereits einen Namen gemacht hat. Für die Darbietung von „35 Stunden sind genug“ oder dem „Solidaritätslied“ von 1930 erhielt er verdienten Beifall.

Die Geehrten von Verdi

25 Jahre: Ingrid Koch, Anja Mutz, Uwe Noack, Brigitte Pape, Annegret Püschel, Andreas Salzmann, Jens Sperling.

40 Jahre: Karola Martini, Werner Rust, Joachim Winkler, Ute Leuckert-Chella.

50 Jahre: Siegfried Hahne, Helmut Schwenke, Hans-Hermann Siedenberg.

55 Jahre: Eberhard Brandes, Host Schroeder, Friedrich Sibbel, Robert Wolters.

60 Jahre: Dieter Abelshausen, Franz Brosche, Karl-Heinz-Gericke, Heinrich Linde, Karl-Heinz Schridde, Henning Toske.

65 Jahre: Karl-Heinz Schaper, Walter Zelder.

70 Jahre: Elisabeth Reineking.

Von Antje Ehlers

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