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Stadt Peine Schwerer Raub: Freispruch für Angeklagten
Stadt Peine Schwerer Raub: Freispruch für Angeklagten
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07:17 21.08.2018
Der Angeklagte darf das Gericht als freier Mann verlassen. Quelle: Antje Ehlers
Peine/Hildesheim

„Das ist kein Freispruch wegen erwiesener Unschuld, sondern nach dem Grundsatz ,im Zweifel für den Angeklagten’, aber es ist ein Freispruch“, machte der Richter in seiner Urteilsbegründung am Montag deutlich. Damit folgte er den Anträgen der beiden Verteidiger des Hannoveraners, die keine Tatbeteiligung ihres Mandanten sehen konnten.

Mit Fleischklopfer verprügelt

Was ist passiert? Mehrere Täter hatten im Dezember 2017 unter anderem mit einem Fleischklopfer einen Peiner (39) brutal verprügelt. Vorausgegangen waren Geldforderungen des Angeklagten (55) an den Bauunternehmer aus Peine, für den er zwar ein Treppenhaus auf einer Baustelle renoviert hatte, aber noch Geldforderungen in Höhe von 5 000 Euro im Raum standen.

Treffen mit drei weiteren Männern

Das Gericht sah es als erwiesen, dass sich der Angeklagte mit dem späteren Opfer für den Tatabend verabredet hatte, um sich nach der Zahlungsfähigkeit des Bauunternehmers zu erkundigen. Gemeinsam mit drei weiteren Männern, die er vor dem Haus des Peiners getroffen hat, habe er sich Zutritt zu dessen Wohnung verschafft. Wie genau dieses Aufeinandertreffen zustande kam und wie intensiv die Kontakte dieser Männer zum Angeklagten sind, konnte im Prozess nicht geklärt werden.

Schneidezähne verloren

Mit der Lebensgefährtin des Peiners habe der Hannoveraner Kontoauszüge vergleichen wollen, um zu sehen, ob Zahlungsfähigkeit bestehe. Die drei weiteren Männer hätten in der Zeit die Wohnung nach Wertgegenständen durchwühlt. Unmittelbar nach dem Eintreffen des Peiners hätten zwei der drei Männer diesen in die Küche gedrängt und unter anderem mit einem Fleischklopfer auf ihn eingeprügelt, so dass er zwei Schneidezähne verlor und Platzwunden erlitt. Seine Geldbörse, Fahrzeugpapiere und Autoschlüssel wurden entwendet. Sein kaputtes Auto entdeckte die Polizei Anfang Januar bei Leipzig. Der Angeklagte habe jedoch selber nicht an den Taten mitgewirkt, was für ihn spreche.

Bekannt wurde auch im Laufe des Prozesses, dass einer der Schläger zwischenzeitlich über eine Internetplattform erkannt worden sein soll und namentlich bekannt ist. Er ist jedoch zurzeit untergetaucht und wird gesucht.

Vor den Plädoyers wurde noch einmal das Opfer, der 39-jährige Peiner, befragt. Seine bisherigen Aussagen waren teilweise unschlüssig, und auch am gestrigen Verhandlungstag konnte oder mochte er nicht auf alle Fragen deutlich antworten.

Vor dem Landgericht Hildesheim wurde verhandelt. Quelle: Archiv

Opfer noch einmal befragt

Vor den Plädoyers wurde noch einmal das Opfer, ein 39-Jähriger Peiner, befragt. Seine bisherigen Aussagen waren teilweise unschlüssig, und auch am gestrigen Verhandlungstag konnte oder mochte er nicht auf alle Fragen deutlich antworten.

Von Antje Ehlers

Schuldig gesprochen wegen Störung des öffentlichen Friedens wurde am Montag vor dem Amtsgericht Peine ein 68-Jähriger aus Lehrte. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 2016 und im Januar 2017 durch zwei Anrufe bei der Commerzbank jeweils eine Bombendrohung ausgesprochen zu haben. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe.

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