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Unterschiede und Formen der vegetarischen Ernährung

PAZ-Gesundheitsserie Unterschiede und Formen der vegetarischen Ernährung

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) geht von etwa 7,8 Millionen Vegetariern und etwa einer Million Veganern in Deutschland aus (Stand 2015). Allein die hier lebenden Vegetarier würden somit einen Anteil von zehn Prozent der Gesamtbevölkerung darstellen.

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Die sich vegan ernährende Silke Bott blickt in ihrer Wohngemeinschaft in Karlsruhe in den mit Gemüse gefüllten Kühlschrank.

Quelle: Uli Deck

Peine. „Beim Vegetarismus werden im Allgemeinen pflanzliche Nahrungsmittel verzehrt sowie Produkte, die vom lebenden Tier stammen. Das wären zum Beispiel Eier, Milch und Honig. Fleisch und Fisch wird nicht mehr gegessen“, erklärt die Peiner Ernährungsberaterin Doris Friesecke.

Doch im Vegetarismus beschränkt sich das Verhalten nicht nur auf Lebensmittel sondern wird als eigenständige Lebensweise und Weltanschauung verstanden.

Die vier Formen des Vegetarismus basieren auf pflanzlichen Lebensmitteln sowie Pilzen und Bakterienkulturen. Bei der ovo-lacto-vegetarischen-Kost können zusätzlich Eier, Eiprodukte, Milch und Milchprodukte gegessen werden, bei der lacto-vegetarischen-Kost werden nur Milch und Milchprodukte als tierische Produkte akzeptiertet.

Außerdem gibt es noch die vegane Ernährung, bei der alle tierischen Lebensmittel außer der menschlichen Muttermilch gemieden werden.

Darüber hinaus gibt es noch besondere Formen des Vegetarismus. „Frutarier ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen Produkten, die keine Beschädigung oder Tötung einer Pflanze zur Folge haben. Dies wären zum Beispiel Äpfel, da sie selbstständig vom Baum fallen beziehungsweise sich ablösen lassen, ohne den Baum zu verletzten“, sagt Friesecke.

Die Veganer vermeiden tierische Produkte nicht nur in der Nahrung, sondern überall. Sie tragen weder Kleidung aus Wolle, Pelz oder Leder noch nehmen sie Medikamente ein, in denen tierische Hormone enthalten sind. Weiterhin lehnen Veganer teilweise die Haustierhaltung ab.

Viele Menschen bezeichnen sich darüber hinaus als Flexitarier. Sie sind auch unter dem Begriff „Teilzeit-Vegetarier“ bekannt. „Flexitarier ernähren sich überwiegend vegetarisch, essen aber auch selten und wenig Fleisch. Sie achten vor allem darauf, dass das Fleisch hochwertiger ist und wehren sich damit gegen die Massentierhaltung und billiges Fleisch“, betont die Ernährungsberaterin. Die Motivation für alle vegetarischen Ernährungs- und Lebensformen ist vor allem der Schutz von Tieren und Umwelt und das Verbessern der eigenen Gesundheit.

lak

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