Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Unfallschwerpunkt Nr. 1 
wird entschärft

Autobahn-Anschlussstelle Ost Unfallschwerpunkt Nr. 1 
wird entschärft

Erschreckende Zahlen: 14 Unfälle mit 4 Schwerverletzten und 14 Leichtverletzten in 2009. Die Autobahn-Anschlussstelle Peine-Ost ist Unfallschwerpunkt Nr. 1 im Peiner Land. Polizei, Stadtverwaltung und Vertreter des Straßenbauamtes Hannover haben nun eine Lösung gefunden, um an dieser Stelle Unfälle künftig zu reduzieren.

Peine. „Wir favorisieren dort eine Ampel“, sagt Peines Polizei-Chef Thomas Bodendiek. Eine Alternative gibt es nicht. „Wir können dort zum Beispiel keinen Kreisel bauen“, sagt Bodendiek, schließlich führe die Ostumgehung Peine dort über eine Brücke über die Autobahn.

Allerdings ist die Lösung nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick klingt. Denn in Richtung Peine schließt sich am Abzweig nach Essinghausen gleich eine weitere Ampel an. Auch der Verkehr am Ascherslebener Kreisel darf durch eine weitere Ampel nicht beeinflusst werden. In Richtung Stederdorf gibt es keine Probleme.

„Die Gefahr ist zu groß, dass wir den Unfallschwerpunkt nur verlagern und es plötzlich an anderer Stelle kracht“, sagt Bodendiek. Deshalb müsse zunächst die komplette Verkehrssituation auf dem Abschnitt zwischen Kreisel und Autobahn erfasst werden. „Wir wollen verhindern, dass sich aufgrund der Ampelschaltung der Verkehr im Kreisel plötzlich staut“, erklärt er. Die Verkehrszählung sollen Mitarbeiter der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des Kreises übernehmen.

Zudem müssen Stadt Peine und das Straßenbauamt Hannover auch über die Finanzierung der Ampel verhandeln. Das Straßenbauamt Hannover ist an den Gesprächen beteiligt, weil die Behörde für die Autobahn zuständig ist.

Bodendiek sagt: „Wenn wir auf der Autobahnbrücke an der Ostumgehung eine Ampel bauen, kann auch der Verkehr auf der Autobahn beeinflusst werden.“ Zum Beispiel, wenn viele Fahrzeuge von der Autobahn abfahren, weil sich auf der Strecke Richtung Hannover ein Stau gebildet hat. Dann könne es passieren, dass sich die wartenden Fahrzeuge bis auf die Fahrbahn der Autobahn stauen.

Die Verkehrsplaner können dafür allerdings schon auf Erfahrungen ganz in der Nähe zurückgreifen. An der Ausfahrt Hämelerwald treffen die Fahrzeuge, die von der Autobahn kommen wie an der Anschlussstelle Peine-Ost ebenfalls direkt auf eine Ampel.

Eine Zeitschiene, wann der Unfallschwerpunkt tatsächlich entschärft wird, wollte Bodendiek gestern nicht nennen. „Das wäre Spekulation“, sagt er. Bei den meisten Unfällen ist die Ursache bei den Autofahrern zu suchen, die aus Richtung Stederdorf kommend nach links auf die Autobahn abbiegen wollen – sowohl vor der Kuppe der Autobahn-Brücke als auch dahinter.

pif

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr