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Stadt Peine Unendliche Variationen im Multiversum des Nirgends
Stadt Peine Unendliche Variationen im Multiversum des Nirgends
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14:00 14.03.2018
Suzanne von Bosody als Marianne und Guntbert Warns als Roland durchleben ihr gemeinsames Paar-Dasein in mannigfachen Variationen.  Quelle: Thomas Freiberg
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Peine

 Suzanne von Bosody als Quantenphysikerin Marianne und Bienenzüchter Roland (Guntbert Warns) durchleben ihr gemeinsames Paar-Dasein in unendlichen und mannigfachen Variationen - sozusagen in einem aus vier Stühlen und herabhängenden Glühlampen bestehenden Multiversum im Nirgends.

Jenes erschließt sich nach dem zunächst gewöhnungsbedürftigen Einstieg nach und nach und bildet sich ab als ein im Grunde völlig „normales“ Paar-Leben – allerdings in diversen parallelen Wirklichkeiten: Kennenlernen, erste Nacht, Heiratsantrag, Seitensprung, Trennung, Wiedersehen, Krankheit, Verzweiflung, Hoffnung.

Regisseur Antoine Uitdehaag inszeniert hier therapeutisches Paar-Theater im tatsächlichen Wortsinne derartig „unbeschreiblich“ dicht, flexibel-fließend, leuchtend-dunkel und schmerzlich-heiter, wie es das Bühnenpaar mit grandioser und gefühlter Leichtigkeit umsetzt.

In knapp 70 sowohl atemberaubend flott als auch fesselnd dramatisch wechselnden kurzen Sequenzen folgen in den unterschiedlichen Lebensstationen stets die gleichen Dialoge, die allein durch veränderte Betonungen, Tonlagen oder aber auch winzige Abweichungen zu eben geändertem oder sogar entgegen gesetztem Gefühlslagen führen.

Das alles erfordert vom Mimenpaar nicht nur eine schier unbezähmbare Schauspiellust und Darstellungsfreude sondern entwickelt sich auch zu einem wahren pausenlosen Gehirngalopp wegen der fortwährend vor- und zurückschnellenden Handlung und der filigran veränderten Wiederholungen.

Wie meisterhaft die von Borsody beispielsweise als kranke Marianne immer wieder unterschiedlich die Wortfindungsstörungen darstellt, wie tragisch die Trennung, wie witzig eine spezielle Reaktion auf den Heiratsantrag. Kongenial Kollege Warns im Wechsel zwischen Softie und Macho, Verzweiflung, Verständnis und Ichbezogenheit. Das gesamte Stück wirkt aus den immer wieder sehenswerten Kabinettstückchen – unübertroffen wirkt allerdings die Szene nach, als beide sich in absoluter Stille gebärdensprachlich anschreien: das funktioniert alles so ideal, so vertraut so unglaublich innig und ineinandergreifend. Ganz großes Theater, das die Chance haben sollte, in die Szenen des realen Publikums-Alltags nachzuwirken.

Von Ulrich Jaschek

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