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Stadt Peine So erleben Segelflieger Peine von oben
Stadt Peine So erleben Segelflieger Peine von oben
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00:16 16.10.2018
Silvia Reschka und Thomas Feuerle sind erfahrene Segelfluglehrer. Quelle: Ulrich Jaschek
Peine

Sie gleiten wie schwere- und mühelos und wirken ungleich eleganter als die Bodenständler, die sich ihre Hälse verdrehen und teils neidisch, teils bewundernd mit fast zugekniffenen Augen ihre Flugkünste beobachten. Wer sich ebenfalls unter die Wolken aufschwingen möchte: Segelfliegen kann man lernen, beim Peiner Uhlenflug-Verein bereits seit mehr als 60 Jahren – während der Flugsaison auf der Glindbruchkippe in Telgte von März bis Oktober.

Und das klingt einfacher und sogar müheloser als Fahrradfahren, wenn es Uhlenflug-Vorstandsmitglied und Fluglehrer Thomas Feuerle definiert: „Meist starten wir mit einer Seilwinde, kommen auf eine gewisse Höhe und fliegen von dort aus allein weiter.“ Und wie der Radler seine Muskelkraft einsetze, um weiterzukommen und nicht umzukippen, diene dem Piloten der Aufwind, fachsprachlich Thermik, als natürliche Energiequelle, um an Höhe zu gewinnen und seinen Besuch dort je nach Geschick und Wetterlage so lange wie möglich auszudehnen.

Vogelfrei sein zwischen Himmel und Erde – unterwegs mit dem Segelflugverein Uhlenflug.

Segelfliegen nicht nur für „Gutbetuchte“

Dem Vorurteil, dass die Segelfliegerei eher ein Hobby für Betuchte sei, begegnet der erfahrene Fluglehrer mit Vehemenz: „Unser Verein hat knapp 100 Mitglieder, Frauen, Männer und Jugendliche aus allen Berufsgruppen!“ Für Erwachsene schlage die Flugstunde mit 16 bis maximal 52 Euro zu Buche, für Jugendliche zwischen acht und maximal 26 Euro. Erwachsene zahlen monatlich einen Beitrag von 28 Euro und Schüler machen für zwölf beziehungsweise ab 22 Jahren für 22 Euro im Monat mit.

Wobei sich der Begriff „mitmachen“ für alle Aktiven nicht nur auf den Aufenthalt zwischen Himmel und Erde beziehe, sondern ausdrücklich auch auf die Vereinsaktivitäten am Boden. Die Fliegerei, präzisiert der Fluglehrer den Mannschaftsgedanken, sei nämlich nichts für Einzelgänger. Ohne ein Team aus Flug- und Startleiter, Windenfahrer und Tragflächenhalter blieben das Fluggerät und Pilot auf dem Boden.

Zurückgelegte Strecke ist die Kunst

Wer sich dann aber auf Du und Du mit den Aufwinden in die Vogelperspektive schwingt, gleitet mit bis zu 180 Stundenkilometern in 300 bis maximal 3000 Metern Höhe dahin. Wobei die hohe Kunst des Segelfluges nicht die Höhe, sondern die zurückgelegte Strecke sei, bei der man meist in einem Dreieck unterwegs sei. Beispielsweise steuere man Bielefeld an, schwenke dann Richtung Kassel und wende sich wieder heimwärts.

Übrigens: Wenn jedoch vor der Landung Nervensystem und Muskelspannungen dem fliegenden Personal die Auslastung der Blasenkapazität signalisieren, besteht kein Grund zur Panik, denn der Zubehörhandel ist auch auf komfortable Erledigungen solcher Bedürfnisse spezialisiert, ist zu erfahren.

Nicht gefährlicher als andere Sportarten

Die Segelfliegerei hält Feuerle trotz des tragischen Unfalls eines 15-jährigen Flugschülers in Braunschweig vor einigen Wochen für nicht gefährlicher als andere Sportarten. „Meine Kollegen und ich bilden sehr gewissenhaft aus und schulen selbstverständlich auch fliegerisches Verhalten in Grenzsituationen.“ Außer dem drillmäßigen Einüben von sicherem Start und weicher Landung gehe es in der Flugschule eben auch um den souveränen Umgang mit potenziell gefährlichen Situationen wie Langsam- oder Schnellflug, Reißen des Schleppseils beim Start oder Trudeln.

Speziell Autofahrer müssten ja ebenfalls jederzeit auf Grenzsituationen gefasst und vorbereitet sein. Bereits als 14-Jährige dürfen hingegen Segelflug-Piloten ihre Ausbildung beginnen, der „Luftfahrschein“ wird allerdings erst mit frühestens 16 ausgehändigt. Der theoretische Unterricht umfasse sieben Fächer, die Praxis 25 Flugstunden – davon 15 im Alleinflug und mindestens 60 Starts und Landungen auf dem Weg zum eleganten Schweben.

Weitere Informationen über die Segelfliegerei in Peine unter www.uhlenflug-peine.de.

Von Ulrich Jaschek

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