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Trost und Erbauung

Gottesdienst in Peiner St. Jakobi Trost und Erbauung

Mit einem Gottesdienst in der St.-Jakobikirche und anschließendem Empfang im Peiner Forum hat der Philipp-Spitta-Verein gestern den 150.Todestag seines Namensgebers Philipp Spitta und das dreißigjährige Bestehen seines Seniorenzentrums am Windmühlenwall gefeiert. In der Predigt würdigte der Landessuperintendent des Kirchensprengels Ostfriesland, der bekannte Spitta-Biograf Dr. Detlef Klahr, Spitta als den bedeutensten Theologen, der je in Peine wirkte.

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Spitta-Gedenken in der Fuhsestadt: Nach dem Fest-Gottesdienst in der St-Jakobikirche schloss sich ein großer Empfang im Peiner Forum an.

Quelle: Tobias Mull

Peine. 1853 war Spitta als Superintendent in die Fuhsestadt gekommen, ging dann nach Burgdorf, wo er 1859 mit 58 Jahren starb. „Er war ein aufrichtiger und frommer Mann“, unterstreicht Klahr. „Seine Musik hat Generationen von Menschen Trost und Erbauung gebracht.“ Mehr als 300 Lieder schrieb Spitta – 61 von ihnen veröffentlichte er in dem 1833 erschienenen „Psalter und Harfe“.

Während des gestrigen Festtages gab es auch ein Wiedersehen mit den früheren Peiner Superintendenten Dr. Joachim Maßner und Johannes Küllig. „Wir freuen uns auch, mehrere Nachfahren der Familie des Kirchenlieder-Dichters begrüßen zu dürfen“, sagte der Vorsitzende Vereins, Hans-Hinrich Munzel, in einer kurzen Ansprache. Weitere Grußworte kamen von Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) sowie der Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer.

 

Gegen Ende der Veranstaltung wurden dann noch die so genannten Kronenkreuze verliehen – eine Auszeichnung für langjährige ehrenamtliche Mitarbeit im Verein. Ausgezeichnet wurden Hans-Hinrich Munzel (Vorsitzender), Edda Schliepack (stellvertretende Vorsitzende), Georg Schiefelbein (Schatzmeister) sowie der langjährige Vorsitzende Ernst Baltzer.

 

 

 

 

Stichwort: Philipp Spitta

 

Philipp Spitta wurde am 1. August 1801 in Hannover geboren. Als er im Alter von 23 Jahren damit begann, geistliche Lieder zu verfassen, war er Hauslehrer in Lüne bei Lüneburg. Mehr als 300 Lieder schrieb Spitta während dieser Zeit – 61 veröffentlichte er in dem 1833 erschienenen „Psalter und Harfe“. 1843 verfasste Spitta einen zweiten Teil mit 106 Liedern. Noch heute sind sechs Lieder der Sammlung im Evangelischen Gesangbuch zu finden.

 

Spittas Glaubenserfahrungen waren unter anderem von einer Nahtod-Erfahrung geprägt. Als Zehnjähriger erkrankte er an einer tuberkulösen Hautkrankheit und musste lange das Bett hüten. Der Tod seines jüngeren Bruders, der mit 13 Jahren ertrank, brachte eine Wende in Spittas Leben. Seine Eltern bestimmten nun ihn für das Theologiestudium, für das zuvor sein Bruder vorgesehen war.

 

Nach seinem Studium und der Zeit als Hauslehrer wurde Spitta 1828 Hilfsgeistlicher in Sudwalde bei Hoya und später Gefängnisseelsorger und Garnisonprediger in Hameln, wo der spätere Vater von acht Kindern heiratete. 1841 ging er als Superintendent nach Wittingen, 1853 nach Peine und zuletzt nach Burgdorf, wo er 1859 mit 58 Jahren starb und begraben liegt.

 

mu (mit epd)

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