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Stadt Peine Trinkwasser im Peiner Land: Herausforderungen in Menge und Qualität
Stadt Peine Trinkwasser im Peiner Land: Herausforderungen in Menge und Qualität
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17:14 23.03.2018
Die Trinkwasser-Versorgung im Peiner Land ist auf lange Sicht gesichert, erklärt der Wasserverband. Quelle: dpa
Peine

„Verglichen mit anderen Wassergewinnungsgebieten in Deutschland und in Westniedersachsen ist die Situation im Landkreis Peine vergleichsweise entspannt, doch Herausforderungen in Menge und Qualität gibt es auch hier“, sagt Michael Wittemann, Technischer Leiter des Verbands.

Der Wasserverband Peine engagiere sich seit 1952 für eine sichere Trinkwasserversorgung im Landkreis Peine. Generell habe die Region mit Blick auf die kommenden 30 Jahre ausreichend Grundwasser, aber der Klimawandel befördere geändertes Nutzungsverhalten, das neue Herausforderungen bringe, erklärt Wittemann. „Mit heißen Temperaturen steigt die Abnahme der Verbraucher deutlich an. 2017 etwa hatten wir bereits im Mai die erste Spitzenabnahme, so früh wie nie zuvor. Dann laufen unsere Wasserwerke mit maximaler Produktionsleistung, um diese Spitzen verlässlich zu bedienen“, so der Experte.

Höhere Fördermengen beantragt

Deshalb habe der Wasserverband Peine in seinen neuen Wasserrechten für die beiden Werke in Wehnsen und bei Hänigsen auch höhere Fördermengen beantragt, die genau diesen Spitzenverbrauch verlässlich bedienen sollen. Die Konkurrenz um die Grundwasserressourcen nehme dabei zu, etwa mit der Landwirtschaft. „Auch Landwirte müssen sich auf längere Trockenperioden einrichten und fordern in Beregnungsgebieten höhere Fördermengen, die dann zeitgleich zum Spitzenbedarf der Trinkwasserversorgung benötigt werden“, sagt Wittemann.

Für den Erhalt der Qualität des Trinkwassers, auch einer Verringerung des Nitratgehalts, setze sich der Wasserverband Peine bereits seit Anfang der 90er-Jahre ein: in den Kooperationen Wehnsen und Burgdorfer Holz. Gemeinsam mit den in den Wasserschutzgebieten wirtschaftenden Landwirten gab es Maßnahmen, die den Eintrag von Nitrat ins Grundwasser verringern sollen.

„Es ist uns gelungen, den Nitratwert im oberflächennahen Bereich zu stabilisieren, allerdings auf einem für uns noch zu hohen Niveau über 50 Milligramm je Liter. Noch baut sich Nitrat auf dem Weg durch den Boden in unserer Region ab, aber hier gilt es nachhaltig zu denken und die Einträge weiter zu reduzieren“, so Wittemann. Dazu müsse das Land die Kooperationsarbeit für die Landwirtschaft attraktiver machen. Dafür werbe der Wasserverband im Dialog mit der Politik.

Von Tobias Mull

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