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Stadt Peine Trecker-Konvoi: Interessenverband Südlink fordert fairen Ausgleich
Stadt Peine Trecker-Konvoi: Interessenverband Südlink fordert fairen Ausgleich
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19:01 13.05.2018
Der Trecker-Konvoi des Interessenverbands Südlink führte einmal durch den Landkreis Peine. Quelle: Fotos: Antje Ehlers
Kreis Peine

Der Verband fordert im Falle einer Trassenführung durch den Landkreis Peine vom Betreiber Tennet nicht nur eine einmalige Entschädigung, sondern wiederkehrende Konzessionsabgaben für die Landeigentümer. Die Landwirte verlangen einen Betrag von 10 Euro jährlich pro laufendem Meter.

Der Interessenverband Südlink hat jetzt erneut auf seine Forderungen aufmerksam gemacht: Mit einem Trecker-Konvoi durch den Landkreis Peine demonstrierten sie erneut, dass die sich vom Stromtrassenbetreiber Tennet nicht mit einer einmaligen Pauschalzahlung abspeisen lassen wollen. An der Aktion beteiligten sich auch Landwirte aus dem Raum Hildesheim und Hannover.

Die Route des Trecker-Konvois begann von Norden aus in Dollbergen und führte über Vöhrum, Schwicheldt und Equord und weitere Dörfer zum Treffpunkt an der Kreuzung „Zum Deutschen Kaiser“ bei Stedum. Die Landwirte aus dem südlichen Bereich stießen über Bettrum, Hoheneggelsen, Adenstedt und Solschen dazu.

Die Aktion sei keine reine Protestveranstaltung, machte Hans-Werner Behrens deutlich. „Wir wollen jedoch für noch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgen“, sagte er in einer kurzen Ansprache. Dies scheint gelungen, denn neben Pressevertretern aus der Umgebung war ebenfalls ein Kamera-Team des NDR vor Ort, um einen kurzen Beitrag für „Hallo Niedersachsen“ zu produzieren. Behrens betonte, dass die Landwirte die Energiewende bereitwillig unterstützen – aber dafür auch einen fairen Umgang fordern.

Ebenfalls anwesend war der Landtagsabgeordnete Christoph Plett (CDU), der die Interessen des Verbandes unterstützt. „Sie stellen Ihr Land zur Verfügung. Dass Sie dafür nichts bekommen, kann ich nicht gutheißen. Wir müssen weiter darauf hinweisen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht bekannt ist, wie sich die Wertschöpfung auf den betroffenen Flächen entwickelt“, verdeutlichte er. Auch wenn es durch die Parteipolitik der SPD schwierig sei, möchte er sich für eine dauerhafte Teilhabe an der Wertschöpfungskette einsetzen, so Plett.

Die Landwirte und andere Beteiligte kamen schnell ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit zum besseren Kennenlernen. Immerhin hat der Verband seit seiner Gründung im Oktober 2017 bereits 140 Mitglieder, wobei das nördlichste aus dem Alten Land kommt und das Südlichste aus der Nähe von Göttingen.

Immer wieder wurde die Sorge um die Zukunft thematisiert. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, für die Konzessionsabgaben für uns Betroffene zu kämpfen“, sagt Landwirt Volker Bartels aus Vöhrum. Sein Kollege Heinrich Brandes fügt hinzu: „Ich wäre mit fünf Flächen betroffen. Da geht es um die Gefährdung vieler Existenzen.“ Etliche junge Väter nutzten die Veranstaltung und hatten ihren Nachwuchs mitgebracht um zu demonstrieren, dass es sich auch um ein Mehr-Generationen-Problem handelt.

Von Antje Ehlers

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