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Stadt Peine So wird das Osterfeuer keine Gefahr für Tiere
Stadt Peine So wird das Osterfeuer keine Gefahr für Tiere
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06:58 18.04.2019
Osterfeuer: Für Menschen ein beliebte Veranstaltung, für Tiere eine tödliche Gefahr. Quelle: Pixabay
Kreis Peine

Sich von den flackernden Flammen wärmen zu lassen, gemütlich beisammen stehen und nette Menschen treffen: Osterfeuer sind eine überaus beliebte Tradition, die auch im Peiner Land in vielen Ortschaften gepflegt wird. Damit sie für Tiere nicht zur tödlichen Falle werden, bittet der Nabu, einige Punkte zu berücksichtigen.

Osterfeuer können zum Scheiterhaufen werden

„Zahlreiche Tiere nutzen das vermeintlich sichere Holz- oder Reisigversteck als Zufluchtsort oder Nistmöglichkeit“, berichtet Matthias Freter vom NABU Niedersachsen. „Doch alljährlich werden die Osterfeuer zum Scheiterhaufen für Käfer und Wildbienen, Hasen und Kaninchen, Igel und Spitzmäuse sowie einige weitere Arten. Vor allem in diesem Jahr, wo Ostern in die späte Frühlingszeit fällt, sind diese Tiere bereits sehr aktiv.“

Weiterlesen:
Ist das Osterfeuer in Gefahr?

Viele Vögel haben mit dem Nestbau begonnen oder haben sogar schon vollständige Gelege. Einige Vogelarten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Heckenbraunelle brüten sehr gerne in Holz- und Reisighaufen. Doch solche Haufen, die auf diese Weise von Tieren als Brut- und Wohnstätte angenommen worden sind, dürfen nicht mehr durch Abbrennen zerstört werden.

Brennmaterial umschichten

Schon beim Lagern kann man es den Tieren so ungemütlich wie möglich machen, etwa indem die Haufen so locker geschichtet werden, dass sie sich nicht als Versteck eignen. Doch auch jetzt, kurz vor dem Abbrennen, ist noch einiges möglich. So ist am Tag vor dem Abbrennen durch Umschichten des Brennmaterials sicherzustellen, dass alle sich dort angesiedelten Tiere ausreichend Gelegenheit zur Flucht haben.

Der NABU Niedersachsen bittet außerdem darum, keine Abfälle, wie alte Schränke oder ausgediente Sessel, auf den Holz- und Reisighaufen zu entsorgen. Diese gehören in den Sperrmüll und haben im Osterfeuer nichts zu suchen. Verbrannt werden darf nur gut getrockneter Baum- und Strauchschnitt sowie Reisig. Beim kurzfristigen Aufschichten oder Umschichten des Holzes sollten ungeeignete Stoffe direkt aussortiert werden.

„Private Osterfeuer“ verboten

Übrigens: „Private Osterfeuer“, bei denen ohne Anmeldung Gartenabfälle verbrannt werden, sind in Niedersachsen seit 2015 verboten.

Der Nabu regt an, Buschwerk und Reisig nicht zu verbrennen, sondern Schnittholz und Gestrüpp im Garten zu verwenden, um mit so genannten Totholzhaufen Lebensraum und Unterschlupf für Vögel und Kleintiere zu schaffen.

Weitere Informationen rund um das Thema naturnaher Garten und Totholzhaufen hält der NABU in seiner Broschüre ‚Gartenlust‘ bereit, die gegen fünf Briefmarken zu 70 Cent beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Gartenlust“, Alleestraße 36, 30167 Hannover, erhältlich ist.

Von Kerstin Wosnitza

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