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Toleranzbündnis ruft zur Gegendemo zum AfD-Protest auf

Peine zeigt klare Kante gegen Rassismus Toleranzbündnis ruft zur Gegendemo zum AfD-Protest auf

Das Peiner Bündnis für Toleranz hat heute noch einmal zur Teilnahme an einem friedlichen Protest (PAZ berichtete) aufgerufen, der morgen um 15 Uhr am Busbahnhof/Ecke Beethovenstraße beginnt. Das Bündnis reagiert damit auf die ebenfalls morgen stattfindende Demo der AfD auf der Bahnhofstraße. Die Rechtspopulisten hatten ihre Kundgebung als Reaktion auf die Krawalle in der Südstadt angemeldet.

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 Das Bündnis für Toleranz Peine ruf zu einem friedlichen Protest gegen die AfD auf:  Dr. Volker Menke (Bündnis), Gegendemo-Organisator Türkes Tosun, Frank Raabe-Lindemann (Bündnis), Tamer Karahan (Ditib-Moschee) und Mehmed Akyalcin (Takva-Moschee).

Quelle: Archiv

Peine. „Mit der Protestveranstaltung geben wir eine Antwort auf die rechtspopulistische AfD, die morgen in der Innenstadt mit rassistischen Verunglimpfungen gegen Flüchtlinge und Muslime hetzen wird“, schreibt Frank Raabe-Lindemann vom Bündnis für Toleranz. Und weiter: „Die Menschen in Peine lassen sich nicht trennen in Deutsche, Migranten und Flüchtlinge. Allerdings sind wir gespalten in Bürger, die für Demokratie, Menschenrechte und Solidarität einstehen und Bürger, die diese Werte nicht teilen.“

Angemeldet wurde die Gegendemo übrigens von Türkes Tosun von der Peiner Takva-Moschee. Aktiv daran beteiligen werden sich auch die übrigen Moscheen und das Toleranzbündnis mit Vertretern aus den Gewerkschaften und der evangelische Kirche.

Ein Redebeitrag wird es unter anderen vom Peiner Superintendenten Dr. Volker Menke geben: „Ich werde deutlich sagen, dass die Gewalt vom vergangenen Wochenende nicht gutzuheißen ist, genauso wenig wie die Absicht der AfD, damit Wahlkampf und Stimmung zu machen. Meiner Meinung nach ist die AfD am allerwenigsten dazu berufen, für eine freie Gesellschaft eintreten zu wollen.“

Die Entscheidung der Stadt, die Demo-Veranstaltungen aus der Südstadt in die Innenstadt zu verlegen, sei gut nachvollziehbar, sagte gestern Mehmed Akyalcin, Sprecher der Takva-Moschee. Einhellige Meinung der Gemeinden sei, dass man sich „stellen“ muss und offensiv den Meinungsaustausch mit der Bevölkerung anstreben sollte. Akyalcin: „Wie heißt es treffend: Unsicherheit ist der größte Feind des Verstehens. Wir Muslime scheuen keine Diskussionen im demokratischen Rahmen.“

Das Bündnis für Toleranz weist darauf hin, dass es Parkmöglichkeiten auf dem Schützenplatz gibt. Das Motto der Gegendemo lautet: „Peine ist bunt statt braun!“ Raabe-Lindemann sagt: „Wir möchten gemeinsam für unsere demokratischen Werte demonstrieren und Vielfalt und Solidarität leben.“

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