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Stadt Peine Toilettenstreit in Vöhrum: Schulelternrat ist empört
Stadt Peine Toilettenstreit in Vöhrum: Schulelternrat ist empört
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00:22 15.11.2018
Seit über einem Jahr zieht sich die Diskussion um eine Sanierung der Toiletten an der Hainwaldschule hin. Quelle: privat
Vöhrum

Noch immer kehrt keine Ruhe um die „dicke Luft“ in den Toiletten der Vöhrumer Hainwaldschule ein.

Am Freitag hatte der Vöhrumer Ortsbürgermeister Dirk Franz (SPD) in der PAZ von einer Einigung mit dem Vöhrumer Elternrat bezüglich des Streites um nach Fäkalien stinkende Toiletten an der Grundschule gesprochen. Er hatte geäußert, dass der jetzige Elternrat mit der Erneuerung der Abwasserleitungen und den Bodenfliesen sowie dem Einbau neuer Toiletten mit Trennwänden einverstanden wäre. Dies sieht ein Vorschlag der Stadtverwaltung vor.

Elternvertretern geht Verwaltungsvorschlag nicht weit genug

Die Elternvertreter Melanie Keime, Stefanie Goyer und Kevin Scharf bewerten die Ortsbegehung jedoch anders. Auch geht ihnen der Vorschlag zur Sanierung nicht weit genug, gerade unter Berücksichtigung des Ganztagsbetriebs. Sollte allerdings ein Einbau von Urinalen nach neuem technischen Standard vorgesehen sein, so könne man sich dem Verwaltungsvorschlag annähern, meint Keime.

Melanie Keime widerspricht der Aussage von Franz, dass es bei einer Begehung der Schule zu einer Einigung mit dem Schulelternrat gekommen sei. Vielmehr seien sie persönlichen Angriffen von Vertretern aus Politik und Verwaltung ausgesetzt gewesen. „Man reicht Ihnen den kleinen Finger und Sie kugeln gleich den ganzen Arm aus“, habe ihr ein Ratsherr vorgeworfen.

„Keine Steuerverschwendung“

Auch sei die Grundforderung der Elternvertreter nicht nur die Beseitigung des Geruchs gewesen, sondern eine generelle Komplettsanierung der in der Schule am meisten frequentierten Toilette im Bereich des Foyers. „Wir haben klar zum Ausdruck gebracht, dass wir für die Toiletten unserer Kinder den gleichen Standard fordern wie für die Lehrertoiletten, die momentan komplett saniert werden. Weiterhin haben wir darauf hingewiesen, dass bei einem Investitionsvolumen von über vier Millionen Euro es nicht einzusehen ist, dass ausgerechnet die am stärksten frequentierten Schülertoiletten nur unzureichend saniert werden sollen“, so Stefanie Goyer. Der Vorwurf der Steuerverschwendung mit Umsetzung eines weiteren Vorschlags (zusätzlich neue Wandfliesen, Waschbecken und Beleuchtung) der Stadt seit unhaltbar, wenn man bedenke, dass die weniger genutzten Lehrertoiletten komplett erneuert werden.

„Leider wurde auch seitens unseres Ortsbürgermeisters kein Gespräch im Anschluss der Begehung mit uns gesucht, um eine gemeinsame Lösung zu finden“, bedauert Kevin Scharf.

Die Stadt Peine und Vöhrums Ortsbürgermeister Dirk Franz wollten auf Nachfrage der PAZ nicht zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Von Antje Ehlers und Tobias Mull

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