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Stadt Peine Tierhaltungsverbot und Geldstrafe für Peinerin
Stadt Peine Tierhaltungsverbot und Geldstrafe für Peinerin
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06:00 25.01.2019
Wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz musste sich eine Peinerin vor dem Amtsgericht verantworten. Quelle: Archiv
Peine

Ferner wurde die Frau zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt, da sie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet haben soll, der mit einer Körperverletzung einherging.

Mit dem Urteil blieb das Amtsgericht nur minimal unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die neben dem Tierhaltungsverbot 140 Tagessätze zu je 15 Euro gefordert hatte. Laut Anklage kam es am 4. Januar 2018 bei der Angeklagten zu einer Hausdurchsuchung durch das Veterinäramt, da mehrere Tierschutzanzeigen gegen die Angeklagte vorlagen.

Tiere waren in einem sehr schlechten Zustand

In diesem Zuge entdeckte die Amtstierärztin in einer Ecke eine mit einer Decke verhängte, etwa 23 mal 43 mal 70 Zentimeter große Kiste, in der sich zwei Katzen befanden. Diese waren laut der Tierärztin in einem sehr schlechten Zustand, sie waren dehydriert und hatten kein Futter zur Verfügung. Ferner befand sich Katzenkot und -urin in der Kiste, die fest verschraubt war, so dass sie nicht geöffnet werden konnte.

„Man konnte uns kein passendes Werkzeug geben, um die Katzen zu befreien“, sagte die Tierärztin vor Gericht. Die rund 70 Quadratmeter große Wohnung machte der Angeklagten habe einen sehr ungepflegten Eindruck gemacht, erklärte die Zeugin, was auch anhand von Fotos im Gerichtssaal in Augenschein genommen werden konnte. Neben den beiden Katzen in der Kiste lebten dort neun weitere Katzen und zwei Hunde.

Angeklagte griff Tierheim-Mitarbeiterin an

Verhandelt wurde am Montag gleich ein zweiter Fall, da er mit dem ersten im direkten Zusammenhang stand. So kam es am 2. Februar 2018 bei der Angeklagten erneut zu einer Hausdurchsuchung, da inzwischen ein Tierhalteverbot ausgesprochen war. Eine Mitarbeiterin des Tierheims war dazu bestellt worden, vier Katzen aus der Wohnung der Angeklagten zu entfernen.

Auch diese Tiere fand die Mitarbeiterin in einer fest verschraubten Holzkiste. Als sie das Haus verließ, habe die Angeklagte sie angegriffen. Zunächst habe sie dem Opfer einen Schlag auf den Hinterkopf versetzt und sie dann mit beiden Händen am Hals gewürgt. Das Opfer kam mit leichten Verletzungen davon.

„Sie sind mit der Haltung vollkommen überfordert“

Während der Verhandlung gab die Angeklagte mehrfach an, sie würde Tiere lieben und einem Tier nie etwas antun. „Es ist unter aller Sau, was mir hier vorgeworfen wird. Ich leide sehr darunter, dass man mir die Tiere weggenommen hat“, sagte sie. Der Vorsitzende Richter sah das anders. In seiner Urteilsbegründung sagte er: „Sie meinen, ein großes Herz für Tiere zu haben. In Wahrheit aber sind Sie mit der Haltung und Pflege vollkommen überfordert.“ Ferner hielt er die Entschuldigung der Angeklagten gegenüber der Tierheim-Mitarbeiterin für halbherzig, wertete allerdings das Geständnis der Angeklagten als positiv.

Von Kathrin Bolte

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