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Stadt Peine Tempolimit: Das sagen Peiner Politiker und der ADAC
Stadt Peine Tempolimit: Das sagen Peiner Politiker und der ADAC
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06:01 23.01.2019
Tempolimits auf Autobahnen halten Peiner Politiker nicht für den richtigen Weg im Umweltschutz. Quelle: dpa
Peine

Große Aufregung: Eine Beraterkommission der Bundesregierung fordert ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen sowie eine Anhebung der Spritsteuern um 52 Cent je Liter bis 2030. Ferner sollen Strafabgaben für Autos mit hohem Verbrauch erhoben werden, um den Kauf von günstigeren Autos zu subventionieren. Des Weiteren soll es eine gesetzliche E-Auto-Quote von 50 Prozent bis 2030 geben. PAZ hat bei den Peiner Landtagsabgeordneten Christoph Plett (CDU) und Matthias Möhle (SPD) nachgefragt, ob diese Forderungen richtig sind. Auch der ADAC Niedersachsen hat dazu eine ganz eigene Meinung.

„Welt retten können wir mit einem Tempolimit auch nicht.“

Matthias Möhle sieht solche Verordnungen kritisch: „Die Senkung der Emissionen ist ein hochstrittiges Thema. Mit Verordnungen zu reagieren finde ich wenig produktiv. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, und da macht ein Reingrätschen mit derartigen Gesetzen keine gute Stimmung in der Bevölkerung. Man darf andere Verschmutzer nicht vergessen, wie beispielsweise Kreuzfahrtschiffe. Ich denke, die Welt retten können wir mit einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen auch nicht.“

„Ein Tempolimit ist die falsche Stoßrichtung.“

Ähnlich sieht es Möhles Kollege Christoph Plett: „Ein Tempolimit ist die falsche Stoßrichtung. Eher müssen wir mit innovativen Ideen die Autotechnik verbessern und nicht durch Verbote versuchen, die Menschen zu gängeln. Auch die Anhebung der Spritsteuern und einer E-Auto-Quote ist der falsche Weg. Vielmehr müssen wir den öffentlichen Personennahverkehr stärken und erreichen, dass die Lade-Infrastruktur und Reichweite der E-Fahrzeuge verbessert wird. Bei aller Notwendigkeit des Klimaschutzes, muss der Industriestandort Deutschland und insbesondere die Autoregion Braunschweig nicht durch Vorgaben belastet werden, die den Wettbewerb in unserer Schlüsselindustrie beeinträchtigen.“

„Wir sind für Verkehrsfluss und nicht für starre Tempolimits

Alexandra Kruse vom ADAC sagt: „Wir glauben, dass ein Tempolimit weder die CO2 -Emissionen noch das Unfallrisiko senkt. Wir sind für Verkehrsfluss und nicht für starre Tempolimits. Schlussendlich muss das Tempolimit der Situation angepasst werden: in Baustellen runter, wenn es frei ist gerne rauf.“ Auch interessant: Die Grünen fordern Tempo 100 auf der A 2.

Von Kathrin Bolte

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