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Stadt Peine Telgter kämpft für Erhalt des Peiner „Golle“
Stadt Peine Telgter kämpft für Erhalt des Peiner „Golle“
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12:05 16.04.2019
Thomas Ahrenhold an „seinem“ Goltzplatz. Der Telgter will den Golle auf jeden Fall erhalten Quelle: Tobias Mull
Peine

Seit mehr als 20 Jahren wird die Nutzung des Goltzplatz-Areals in Peine debattiert. Nachdem kurzzeitig auch eine Wohnbebauung angedacht war, läuft nun alles auf einen Mix aus Renaturierung und der Erweiterung der benachbarten „Nensel Tennis Academy“ hinaus. Der langjährige „Golle“-Nutzer Thomas Ahrenhold ist sehr bedrückt und will eine Kehrtwende in dem Vorhaben der verantwortlichen Politiker anregen.

Als Ratsgymnasiast hatte er Schulsport auf dem Goltzplatz – und auch als Fußballer bei der PSG Peine nutzte er den Golle. Die Pläne der künftigen Nutzung stoßen bei dem Telgter Thomas Ahrenhold deshalb auf Unverständnis. Renaturierung und Tennishalle – das passe einfach nicht zu „seinem“ Golle.

„Es handelt sich im Gesamtzusammenhang mit den Anlagen des Herzbergs um ein schützenswertes Natur-, Kultur- und Geschichtsdenkmal, auch wenn es bisher noch nicht offiziell zu einem Denkmalschutz würdigem Gut erklärt worden ist“, so der 55-Jährige.

Sport und Natur verbinden

Eine große Besonderheit des Goltzplatzes sei dabei die 500-Meter-Laufbahn im Gegensatz zur heutzutage verbreiteten 400-Meter-Bahn. „Vorbild für viele Stadien mit einer 500-Meter-Laufbahn war das Pariser Olympiastadion, in dem 1900 und 1924 die Spiele ausgetragen worden sind. Erst bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam erfolgte die Normierung der-400 Meter-Laufbahn“, erzählt Ahrenhold.

Der alte Sportpark in Köln-Müngersdorf, das 1920 erbaute alte städtische Stadion an der Eilenriede in Hannover – alles Anlagen mit 500-Meter-Bahnen. Und alle, genau wie der Goltzplatz, mit dem alten Gedanken errichtet, Sport mit dem Naturerlebnis zu verbinden.

Was wird aus der „Kampfbahn“?

„Die alten Stadien mit 500-Meter-Laufbahn sind heute fast vollständig verschwunden, wurden abgerissen oder umgebaut. In Peine blieb mit dem mit dem 1917 angelegten Goltzplatz eine solche Anlage weitestgehend erhalten, vor allem wohl durch die Weiternutzung im Rahmen des Schulsports und für Sportfeste sowie bis heute noch als erstklassiger Rasenplatz für den Fußball. Doch nun droht dem Golle das gleiche Schicksal wie so vielen Plätzen zuvor“, ärgert sich der Telgter. Die Zahl dieser damals meist noch als „Kampfbahn“ bezeichneten Sportstätten in Deutschland ist heute sicher an den Fingern einer Hand abzuzählen.

Großer Erholungswert

Ahrenhold wünscht sich, dass es in den Reihen der Politik doch noch zu einem Umdenken kommt und die aktuellen Pläne nochmals überarbeitet werden. „Die Stadtväter ließen damals für die industriegeplagten Peiner Bürger mit dem Goltzplatz und dem Stadtwald Herzberg eine Sport- und Freizeitanlage von großem Erholungswert vor den Toren der Stadt entstehen, nicht ohne Grund im Norden, weit weg vom Walzwerk. Diese verdient es, in dieser Form und im Geiste des Denkmalschutzes erhalten zu werden“, fordert der Telgter abschließend. „Und das sehen bestimmt auch noch viele weitere Peiner so.“

Was meinen Sie zum Thema „Goltzplatz“? Schreiben Sie uns eine E-Mail an die Adresse redaktion@paz-online.de.

Von Tobias Mull

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