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Tausende demonstrieren gegen Atomkraft

Schacht Konrad Tausende demonstrieren gegen Atomkraft

„Eine Region macht sich auf den Weg“ – unter diesem Motto sind gestern nach Angaben der Veranstalter rund 11 000 Bürger (die Polizei spricht von 8000 Menschen) zum geplanten Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter gekommen. Unter ihnen waren auch viele Peiner.

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Kundgebung: 11 000 Menschen – darunter viele Peiner – demonstrierten am Schacht Konrad gegen die Atomenergie.

Quelle: bo

Salzgitter. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Aktionstag, der zum Gedenken an die Reaktorkatstrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren gedacht war, zu einem regionalen Bekenntnis gegen Kernenergie.

Unter den Demonstranten waren auch viele Peiner, wie die dritte stellvertretende Landrätin Doris Meyermann (Bündnis 90/Grüne). Sie ist mit dem Fahrrad zur Kundgebung gekommen. „Wir haben am Sonnabend mit einem Infostand in der Innenstadt auf den Aktionstag aufmerksam gemacht und versucht, die Menschen zu motivieren und informieren. Hier sind heute alle Generationen vertreten. Das ist super. Wir fordern ein sofortiges Abschalten der Atomreaktoren und eine ergebnisoffene Endlagersuche.“

Die Kundgebung beginnt mit einem Treckerkonvoi, an dem sich Landwirte aus der gesamten Region beteiligen. „Das sind aber erfreulich viele“, kommentiert ein Zuschauer am Straßenrand. Mit spontanem Applaus wird die Karawane empfangen.

An der Bühne am Kundgebungsort in Sichtweite des geplanten Atommüllendlagers Schacht Konrad auf der Industriestraße Nord prangt groß ein Plakat mit dem Aufdruck „Wi wöllt de Schiet ne hem!“

Entspannt sitzen die Teilnehmer auf den Böschungen und der Fahrbahn und hören den Redner zu. „Nach Fukushima hat das Thema neue Aktualität bekommen“, betont Ulrike Jacob-Prael vom Aktionsbündnis Tschernobyl25.

Alle Redner betonen ihre Bereitschaft, konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten, um einen schnellen Atomausstieg zu realisieren.

Bundesweit fanden an insgesamt zwölf Atom-Standorten Demonstrationen statt, nach Angaben der Veranstalter nahmen insgesamt etwa 120 000 Menschen teil.

bo

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