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Stadt Peine Südlink: Landvolk protestierte in der Adenstedter Feldmark
Stadt Peine Südlink: Landvolk protestierte in der Adenstedter Feldmark
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00:24 25.11.2018
Wilfried Henties (links) wiederholt vor den Anwesenden die Forderungen von Landvolk und Interessenverband. Quelle: Antje Ehlers
Adenstedt

Zu einem großen Aktionstag hat das Landvolk Niedersachsen für den gestrigen Donnerstag niedersachsenweit gemeinsam mit dem Waldbesitzerverband aufgerufen. Die zentrale Veranstaltung für den Kreis Peine fand auf einer möglicherweise von der Höchstspannungsleitung betroffenen Fläche von Robert und Sabine Hehnen in Adenstedt statt. Damit möchte die Beteiligten die Bevölkerung über mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Lebensmittelproduktion informieren.

Ein Modell zeigte die Ausmaße

Auf einem in Originalbreite der Trasse gekennzeichneten Areal von 50 Metern war mit Hilfe eines Modells die Trassenführung nachgebildet. So wurde den Anwesenden das Ausmaß der benötigten Fläche vor Augen geführt .

Die Veranstalter möchten der Forderung nach einem fairen finanziellen Ausgleich für die Nutzung der Flächen Nachdruck verleihen. Gefordert wird statt der angebotenen einmaligen Zahlung in bislang unbekannter Höhe jährlich wiederkehrende Zuwendungen so wie das Ausschöpfen aller technischen Möglichkeiten, um ressourcenschonend zu arbeiten.

Ein paar Eindrücke von der Infoveranstaltung zum Südlink in Adenstedt.

Klare Worte an die Politik

„Es kann nicht sein, dass einem privaten Konzern neun Prozent Rendite jährlich zugesichert werden und wir als Landeigentümer nicht beteiligt werden“, bekräftigt Wilfried Henties, stellvertretender Vorsitzender des Landvolks Braunschweiger Land vor etwa 60 Interessierten aus Peine und den benachbarten Landkreisen. Und er stellte fest, dass politisch in den letzten zwei Jahren nichts passiert sei. „Aber dadurch ist uns klarer geworden, was die Politik denkt. Es ist nicht hinzunehmen, dass so mit uns als Landeigentümern umgegangen wird. Wir werden nicht ernst genommen“, fand er klare Worte in Richtung der verantwortlichen Politiker und forderte dazu auf, nicht aufzugeben, sondern immer wieder den engen Kontakt zu den Abgeordneten zu suchen.

Stellungnahme des Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil (SPD)

Auch der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Peine/Gifhorn, Hubertus Heil (SPD) äußert sich zu der Südlink-Thematik: „Für den Südlink wird aktuell ein intensives Bodenschutzkonzept erarbeitet, mit dem Eingriffe und mögliche Folgeschäden minimiert werden sollen. Dazu arbeitet Tennet eng mit Experten und Behörden auf den Landesebenen zusammen. Fest steht: Es wird eine einmalige Entschädigung an Grundstückseigentümer und Pächter geben. Sollte es zu Ernteausfällen, auch im Zuge des Trassenbaus, kommen, sieht die aktuelle Gesetzeslage ausreichend individuellen Spielraum für die Entschädigung von Landwirten vor“, heißt es in einer Stellungnahme.

Von Antje Ehlers

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