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Südlink: Forderung der Landwirte abgelehnt

Gesprächsrunde im Peiner Egon-Bahr-Haus der SPD Südlink: Forderung der Landwirte abgelehnt

Um den aktuellen Stand zum Thema Südlink-Stromtrasse ging es am Montag bei einer Gesprächsrunde im Peiner Egon-Bahr-Haus der SPD. Jochen Homann, Vorsitzender der Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn, sprach mit den Bürgermeistern aus dem Peiner Land und Vertretern des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land.

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Von links: Jochen Homann (Bundesnetzagentur), Henning Heiß (Erster Kreisrat), Ulrich Löhr und Wilfried Henties (Niedersächsisches Landvolk Braunschweiger Land)

Peine. Die Moderation übernahm der Erste Kreisrat Henning Heiß.

Als Vertreter der Landwirte interessierten sich der Landvolk-Vorsitzende Ulrich Löhr und sein Stellvertreter Wilfried Henties vor allem für eine bodenschonende Verlegung der unterirdischen Stromtrasse sowie eine Entschädigung für die Landwirte, deren Boden dafür genutzt werden soll. Beim ersten Punkt sind sich Landwirte und Bundesnetzagentur einig – beim zweiten hingegen nicht. Während die Netzagentur eine einmalige Entschädigung für die Eigentümer der betroffenen Felder vorschlägt, fordern die Landwirte eine jährliche Zahlung.

„Der Betreiber nimmt fremdes Eigentum über langen Zeitraum in Anspruch, dafür ist eine jährliche Entschädigung angemessen“, sagte Henties. Löhr merkte an, dass es bisher zudem noch keine langjährige Erfahrung mit derart langen Stromtrassen gebe, so dass auch eine mögliche Beeinträchtigung des Bodens derzeit nur auf theoretischen Schätzungen beruht. „Noch ist dafür aber Zeit zur Erprobung“, sagte Homann. „Wir sind uns einig, dass die bodenschonendste Methode angewendet werden soll.“

Für eine wiederkehrende Entschädigung allerdings gebe es jedoch keine rechtliche Grundlage. „Formal leistet diese Zahlung dann der Netzbetreiber – praktisch zahlt jedoch letztendlich der Stromkunde“, so Homann. Henties abschließend: „Die Politik wird auf dieses Thema noch einen großen Einfluss nehmen müssen. Aber ich bin optimistisch, dass wir zu einer guten Lösung kommen werden. Es gibt in diesem Bereich nicht, was sich nicht verhandeln lässt.“

Von Dennis Nobbe

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