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Stichprobe zum Jugendschutz in Peine

Peine Stichprobe zum Jugendschutz in Peine

Wer Tabak oder Alkohol an Minderjährige verkauft, muss mit empfindlichen Strafen rechnen: Bis zu 1000 Euro kann das Bußgeld betragen. Bei einer gemeinsamen Kontrolle prüften Peiner Jugendamt und Polizei gestern, ob der Jugendschutz tatsächlich eingehalten wird. Die überraschende Bilanz: Jedes zweite Geschäft fiel durch.

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Machten gestern Stichproben zum Thema Jugendschutz (v.l.): Rainer Röcken, Vanessa Dähne, Eileena Wenzel und Joachim Krenz.

Quelle: azi

Peine. „Dieses Ergebnis hat uns durchaus erstaunt“, sagt Joachim Krenz vom Jugendamt. Gemeinsam mit Rainer Röcken, dem Sachbearbeiter Prävention der Peiner Polizei, machte er gestern eine stichprobenartige Kontrolle bei sechs Geschäften im Peiner Land.
Unterstützt wurden sie dabei von Vanessa Dähne (17) und Eileena Wenzel (16) von der Fachoberschule Rechts- & Verwaltungslehre.

Alle drei Verstöße ereigneten sich bei großen Supermärkten: „Dabei erinnern dort die Kassen in der Regel automatisch an den Jugendschutz, sobald alkoholische Getränke eingescannt werden“, gibt Krenz zu bedenken. Der Schwerpunkt der Kontrolle lag auf Geschäften in den Gemeinden Ilsede und Lengede.

„Es geht uns nicht darum, Verkäufer aufs Glatteis zu locken. Wir möchten für das Thema Jugendschutz sensibilisieren“, so Krenz. Im Vordergrund stehe deshalb das persönliche Gespräch.

„Wird die Herausgabe von Schnaps oder Tabak verweigert, geben wir Mitarbeitern und Marktleiter eine positive Rückmeldung“, erklärt Krenz. Andernfalls weise man auf den Verstoß hin. Hohe Bußgelder würden in der Regel erst fällig, wenn sich ein Verkäufer uneinsichtig zeige und wiederholt auffällig werde.

Die Stichproben von Jugendamt und Polizei finden etwa einmal im Quartal statt. Bei konkreten Hinweise gebe es auch gezielte Einzelkontrollen von Geschäften.

„Jetzt müssen wir prüfen, ob es sich bei der durchwachsenen Bilanz um ein Zufallsergebnis oder einen neuen Trend handelt“, so Krenz. Denn: „Mit Alkohol können sich Jugendliche ihre Zukunft massiv verbauen“, erklärt Röcken.

azi

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