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Stadt Peine Sprachberaterin appelliert an die Eltern
Stadt Peine Sprachberaterin appelliert an die Eltern
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12:00 27.10.2018
„Ein intensives Miteinander ist entscheidend“: Vorlesen vorm Einschlafen hilft Kindern, sich in der Medienwelt besser zurechtzufinden. Quelle: Archiv
Kreis Peine

Die Kampagne des Peiner Kreis-Jugendamtes, „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“, thematisiert die Handynutzung Erwachsener in Gegenwart von kleinen Kindern. Dazu hat sich nun Susanne Standke, Erzieherin und Fachberaterin für den Bereich Sprache, zu Wort gemeldet.

Erzieherin und Fachberaterin für den Bereich Sprache: Susanne Standke. Quelle: privat

Sie appelliert: „Ein intensives Miteinander ist entscheidend, das heißt die Interaktion zwischen den Eltern und ihrem Kind. Der liebevolle Umgang, verpackt mit vielen sinnlichen Erlebnissen, sollte den größten Teil einnehmen. Kinder, die mit Ritualen wie beispielsweise dem gemeinsamen Essen oder der Gutenachtgeschichte groß werden, können meist mit der Medienwelt gut umgehen.“

Vielen Kindern fehlen Erfahrungswerte

Gerade durch die heutigen Gegebenheiten wie Zeit- und Leistungsdruck oder mangelnden Naturerlebnissen würden vielen Kindern Erfahrungswerte und die Ruhe fehlen, um Erlebtes zu verarbeiten.

Zeitfenster sind gut erkennbar

Die kindliche Sprachentwicklung verlaufe in einer bestimmten Abfolge, so Standke. Es gebe viele kleine Zeitfenster, in denen Kinder sich mit großem Interesse einer Sache zuwenden. Dies sei bei genauem Hinsehen auch für den Laien gut erkennbar. „Zum Beispiel fordern die Kleinen ein, feste Brotrinde zu kauen und sorgen so für ein hervorragendes Training der Mundmuskulatur. Diese für das eigentliche Sprechen später unerlässlich“, erläutert Standke.

Kinder suchen Herausforderungen von selbst

Solange es genügend Anreize gebe, würden sich die Kinder also „fast von ganz allein“ notwendige Herausforderungen suchen. Werden diese Zeitfenster nicht wahrgenommen und entsprechend der Bedürfnisse des Kindes gefüllt, werde es zunehmend schwieriger, die Kinder dazu zu motivieren, erklärt die Expertin.

„Bringen Sie Ihre Kinder zum Staunen“

„Erinnern Sie sich, wie Sie am liebsten lernen“, sagt Standke in Richtung Eltern, „ein freundliches Gegenüber, eine schöne Atmosphäre, spannende Materialien und Zutrauen lassen die Entwicklung nur so sprudeln. Bringen Sie Ihre Kinder zum Staunen, zeigen Sie Interesse an dem, was Ihr Kind Ihnen zeigt und stauen Sie mit. So können sich das Gehirn und die Sprache gut entwickeln.“

Erwachsene sind Vorbilder

Sprache bilde sich in jeder Situation des Alltages – und Erwachsene seien dabei die Vorbilder für Kinder. „Kinder lernen von unserer Begeisterungsfähigkeit, unserer Motivation, unserem Verhalten, dem Ausdruck unseres Gesichtes und von unserem Staunen“, fasst die Fachberaterin abschließend zusammen.

Von Alex Leppert

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