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Soziologin untersucht modernen Umgang mit dem Tod

Vöhrum Soziologin untersucht modernen Umgang mit dem Tod

Einem ernsten Thema hat sich Marina Brandes aus Vöhrum gewidmet: In ihrem ersten Buch geht die Soziologin der Frage nach „Wie wir sterben“.

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Veröffentlichung: Die Vöhrumer Soziologin Marina Brandes mit ihrem ersten Buch.

Quelle: azi

Vöhrum. Die Antwort: Eine „Versöhnung mit dem Tod“ sei immer schwerer zu erreichen. Grund ist zum einen die Erschütterung religiöser Werte: „Viele Menschen können nicht mehr auf Bilder wie den Himmel zurückgreifen“, sagt Brandes. Es gebe aber nichts, das diese Leerstelle füllen könne. Der „Exitus“ ersetze den „Eintritt in die Ewigkeit“.

Die zweite Ursache sei eine unzureichende Betreuung von Sterbenden: Krankenhausärzte hätten zu viele Patienten, um sterbende Menschen wirklich begleiten zu können.

„Das Buch ist eine erweiterte Version meiner Magister-Arbeit“, sagt die 29-Jährige. Brandes untersucht darin christliche Standpunkte, die Religionskritik von Sigmund Freud sowie den Umgang mit dem Tod in der modernen Industriegesellschaft.

Studiert hat Brandes an der Universität Hannover. Dem Thema Tod widmete sie sich aus persönlicher Betroffenheit: „Mein Vater starb während der Schlussphase meines Studiums“, sagt Brandes. „Ein Professor riet mir, die Magister-Arbeit zu verschieben oder das Thema einfließen zu lassen, weil es mich ohnehin beschäftigen werde.“

Erschienen ist das Buch im VS Verlag. Erhältlich ist es für 34,95 Euro unter der ISBN 978-3-531-17886-8.

azi

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