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Stadt Peine So hatte der „Jahrhundertwinter“ den Kreis im eisigen Griff
Stadt Peine So hatte der „Jahrhundertwinter“ den Kreis im eisigen Griff
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00:19 10.01.2019
Zahlreiche Autos blieben in den Schneewehen stecken. Quelle: Archiv
Kreis Peine

Wochenlang war der strenge Winter das Thema Nummer eins bei der Berichterstattung nicht nur in der PAZ. Nachdem die Schneemassen getaut waren, wurde offensichtlich, dass dieser „Jahrhundertwinter“ ein teures Nachspiel haben würde. Viele Straßen und Versorgungsleitungen hatten unter der extremen Witterung gelitten.

Am Sonnabend, 30. Dezember 1978, überzog von Westen her anhaltender Eisregen Norddeutschland, der in kräftige Schneefälle überging. Eisige Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt bereiteten an vielen Stellen große Probleme. Freiliegende Leitungen und in schlecht isolierten Häusern auch die Wasseradern in den Wänden froren ein.

Eisregen und Schneemassen

Die PAZ veröffentlichte in Zusammenarbeit mit örtlichen Fachleuten immer wieder Tipps, wie diese Probleme zu lösen sind: Gummiwärmflaschen und das Anblasen mit Dampf sollten Wunder wirken. In Außen-Öltanks wurde der Brennstoff so kalt und zähfließend, dass die Zufuhr zum Brenner unterbrochen war. In diesen Fällen half nur eines: die provisorische Montage eines innenliegenden Behelfstanks.

Anfang 1979 gab es wochenlange Kälte in ganz Norddeutschland – Schneeketten, Eiskratzer und Streusalz waren Mangelware

Ein tragisches Unglück ereignete sich während dieses strengen Winters in Dungelbeck. Ein 52-jährige Frau stürzte in ihrer Wohnung beim Auskleiden im ungeheizten Schlafzimmer so unglücklich, dass sie ohnmächtig wurde und unterkühlte. Am nächsten Tag wurde sie von ihrem Bruder tot aufgefunden.

Schneeketten und Streusalz wurden knapp

Schneeketten, Eiskratzer und Streusalz wurden in diesem Winter zur Mangelware. Immer wieder gab es Probleme mit dem Räumen von Gehwegen. Teilweise waren die Beläge derart hochgefroren, dass die Bürgersteige wegen der Unfallgefahr komplett gesperrt wurden. Für die Fußgänger war das nicht unbedingt sicherer, denn sie mussten auf die Fahrbahnen ausweichen, die durch die an den Rändern liegenden Berge geräumten Schnees besonders eng waren.

Über Wochen fielen die meisten Fußball-Begegnungen aus. Auch zahlreiche Hallen-Turniere und -Spiele wurden wegen der gefährlichen Anreise auf vereisten Straßen abgesagt, ebenso wie das Gastspiel „Emilia Galotti“, das von der Landesbühne Hannover in den Festsälen gebracht werden sollte.

Schlittschuhlaufen und Schulausfall

Gute Erinnerung haben aber die meisten an diesen außergewöhnlichen Winter, die damals noch Kinder waren: Wochenlang konnte nach Herzenslust gerodelt und Schlittschuh gelaufen werden, mehrmals fiel aus Sicherheitsgründen die Schule aus.

Weniger Spaß hatten allerdings die Autofahrer, die auf der neuen, erst am 17. Dezember 1978 eröffneten Nord-Süd-Brücke mit der vereisenden Fahrbahn zu kämpfen hatten. Besonders an der Einmündung Ilseder Straße/ Wiesenstraße kam es zu zahlreichen Unfällen. Als es einmal besonders gefährlich wurde, entschärften beherzte Polizisten selbst mit Streusalz und Schaufel die Situation.

Von Kerstin Wosnitza

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