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Smartphones lenken Peiner im Verkehr ab

Der ACE schlägt Alarm Smartphones lenken Peiner im Verkehr ab

Alkohol und Drogen, zu hohe Geschwindigkeit und Fahren ohne Gurt – das waren bisher die drei gefährlichsten Verstöße im Straßenverkehr. Doch immer häufiger kommt ein vierter hinzu: Ablenkung durch Smartphones und Co.

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Ablenkung durch das Smartphone kann im Straßenverkehr lebensgefährlich sein.

Peine. Mit der neuen Verkehrssicherheitskampagne „Finger weg!“ will der Auto-Club-Europa (ACE) Fußgänger auf die Gefahr durch Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam machen und hat jetzt ein Zählung im Peiner Stadtgebiet vorgenommen – mit erschreckendem Ergebnis.

Für die Dauer-Daddler, die ihre Finger gar nicht mehr vom Smartphone lassen können, hat sich sogar schon ein Begriff entwickelt: „Smombie“, ein Kofferwort aus Smartphone und Zombie. Auch in Peine gibt es „Smombies“, stellten jetzt der örtliche ACE-Kreisvorsitzende Günter Kreye und Horst Kirch vom ACE-Kreis Niedersachsen-Mitte bei einer Zählung an zwei Tagen fest.

Günter Kreye sagte der PAZ: „Es wurden im Stadtgebiet insgesamt 627 Erwachsene und 351 Jugendliche überprüft. Während 17 Prozent der Männer mit einem Smartphone oder Handy angetroffen wurden, waren es bei den Frauen schon 30 Prozent.“

Und bei den Jüngeren sei das Problem noch größer: 21 Prozent der männlichen und gar 48 Prozent der weiblichen Jugendlichen würden sich – während sie Auto oder Rad fahren, über den Zebrastreifen gehen oder sich im Straßenverkehr bewegen – mit einem Smartphone oder Handy beschäftigen.

Hier kommen laut ACE noch die Kopfhörer hinzu, so dass bei vielen Menschen Augen, Ohren und Gedanken nicht mehr bei der Sache seien, wenn sie eine Straße überqueren. Die Unfallgefahr steige. „Niemand kann gleichzeitig Nachrichten checken und auf den Verkehr achten. Das ist ganz klar eine lebensgefährliche Selbstüberschätzung“, betonte Experte Kreye, „mit unserer Aktion wollen wir einen wichtigen Denkanstoß liefern.“ Zur Info: Das Bußgeld für Handy am Steuer beträgt 60 Euro und beim Radfahren 25 Euro.

Von Thomas Kröger

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