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Sexueller Missbrauch der Nichte: Bewährungsstrafe

59-Jähriger verurteilt Sexueller Missbrauch der Nichte: Bewährungsstrafe

Wegen des Verdachts der Vergewaltigung und des schweren sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen an seiner damaligen minderjährigen Nichte musste sich am Montag ein 59-Jähriger vor dem Hildesheimer Landgericht verantworten.

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Wegen sexuellen Missbrauchs wurde ein 59-Jähriger gestern vor dem Landgericht Hildesheim schuldig gesprochen. Er erhielt eine Bewährungsstrafe.

Quelle: Foto: Archiv

Der einschlägig vorbestrafte Berufskraftfahrer gestand die Taten gleich zum Prozessbeginn. Das Urteil lautete schließlich zwei Jahre Haft, die auf drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.

Damit folgte das Gericht dem Antrag des Verteidigers. Dieser hatte zuvor maximal zwei Jahre auf Bewährung gefordert, da es während der Verhandlung zu einem Täter-Opfer-Ausgleich kam, in dem der Angeklagte ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro an seine Nichte zahlte. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert.

Zugunsten des Angeklagten spreche zudem, so die Urteilsbegründung, die Geständigkeit und dass „seit acht Jahren keine weiteren Vorfälle bekannt sind“.

Bereits 2005 hatte ihn das Landgericht Braunschweig wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in mehreren Fällen zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Nun wurden vor Gericht zwei Fälle verhandelt, die sich bereits 2005 und 2009 zugetragen haben. Damals hatte sich der 59-Jährige an seiner Nichte vergangen, die zum Zeitpunkt der Übergriffe zehn und 14 Jahre alt war. 2005 war der Angeklagte häufig Gast in der Peiner Wohnung der Familie. Gemeinsam mit der Mutter lebte das Opfer dort mit drei weiteren Geschwistern. Eines Abends begab sich der Angeklagte, selber Vater einer Tochter, ins Zimmer seiner Nichte und zwang sie zum Oralverkehr.

Die zweite Tat ereignete sich kurz nach seiner vierjährigen Haftstraße im Jahr 2009 in Willingen. Da in der Wohnung der Familie des Opfers der Strom abgestellt wurde, musste das damals 14-jährige Mädchen mit ihrem Bruder eine Woche zu ihrem vorbestraften Onkel ziehen. Ein unverständliche Handlung, zumal die Mutter des Opfers und Schwester des 59-Jährigen um die sexuellen Übergriffe ihres Bruders wusste. „Ich wollte da nicht hin. Ich habe ihr von dem ersten Vorfall erzählt, aber sie hat mir nicht geglaubt“, so die heute 21-Jährige, die als Nebenklägerin auftrat.

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