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Stadt Peine Selbstversuch in der Eissauna: Drei Minuten bei minus 140 Grad
Stadt Peine Selbstversuch in der Eissauna: Drei Minuten bei minus 140 Grad
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08:02 19.04.2018
Drei Minuten der Extremkälte ausgesetzt: Nur der Kopf schaut raus. Quelle: Isabell Massel
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Gadenstedt

Profi-Sportler wie Dirk Nowitzki, Christiano Ronaldo oder Stars wie Demi Moore haben die Kryotherapie längst für sich entdeckt: Sie setzen sich in der Eis-Sauna Extremkälte bis zu minus 160 Grad aus, um den Körper auf verschiedenen Ebenen zu aktivieren. PAZ-Reporterin Birthe Kußroll-Ihle hat den Selbstversuch gemacht.

In der Medizin und im Hochleistungssport wird die Methode schon seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt, unter anderem zur Schmerztherapie und Leistungssteigerung. Kira und Michael Holzen, Inhaber des Gesundheitszentrum Westphal in Gadenstedt, sind von den Vorzügen der Kältekammer ebenfalls überzeugt und bieten Anwendungen an.

Kleidung sind Bikini, Wollsocken und Handschuhe

Bibbern für Gesundheit und Wohlbefinden? Die PAZ-Reporterin ist gespannt: Zunächst erklärt Michael Holzen, wie die Behandlung verläuft und was mit meinem Körper dabei passiert. Um Vorerkrankungen auszuschließen, muss ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Derweil kühlt die Kältekammer runter, der flüssige, dampfende Stickstoff qualmt aus der oben offenen Kabine, der Bildschirm meldet minus 140 Grad. Im Bikini, mit Wollsocken und Handschuhen bekleidet geht es für mich für drei Minuten in die Rundkabine – Tür zu, der Kopf schaut raus.

„Die Wahnsinnskälte ist auszuhalten“

Holzen rät: „Mit den Füßen tippeln, den Körper etwas drehen.“ Gedanken an Erfrierungen kommen bei mir auf. Doch aufgrund der kurzen Zeit in der Kabine und der trockenen Kälte kann ich unbesorgt sein. Die Wahnsinnskälte ist auszuhalten.

Nach einer Minute spüre ich ein zunehmendes Kribbeln an den Füßen. Die Kälte ergreift Beine und den unteren Rücken. Ich tippele etwas schneller, dann behäbiger, atme tiefer ein.

Endorphine werden ausgeschüttet

Zwei Minuten sind um. Das Kribbeln nimmt spürbar zu. Die Kälte erreicht den Oberkörper. Ich bewege mich langsamer. Ich zittere nicht und spreche schneller.

Drei Minuten sind erreicht. Geschafft! Raus aus der Eis-Sauna. Ich muss befreit lachen, kann nicht aufhören. Das muss der Wirkeffekt der ausgeschütteten Endorphine sein. Holzen bestätigt dies.

Kältegefühl verfliegt schnell

Ich empfinde kurz ein Taubheitsgefühl, wie ein Frieren im Körperinneren. Doch schon setzt ein Kribbeln ein. Die Durchblutung steigt stark an, das Kältegefühl verfliegt.

Nach der Behandlung in der Eis-Sauna fühle ich mich wach, erholt und vital. Die Muskulatur ist gelockert, die Nackenverspannung ist weg. Das kleine Mittagstief, das mich gerne befällt, meldet sich heute auch nicht mehr – ich bin voller Energie.

Von Birthe Kußroll-Ihle

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