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Seit 90 Jahren: Heimstätte baut und modernisiert

Peine Seit 90 Jahren: Heimstätte baut und modernisiert

Peine. „In den 1920er Jahren wurde die Peiner Heimstätte gegründet“, erzählt Geschäftsführer Karl-Heinz Linnert anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wohnungsgesellschaft. „Seitdem ist es das Ziel, vernünftige Wohnungen zu vernünftigen Preisen anzubieten.“

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Peiner Heimstätte: Geschäftsführer Karl-Heinz Linnert (links) und Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Kielhorn stehen vor einem Haus, das aktuell saniert wird.

Quelle: Foto: Jasper Warzecha

Unterstrichen wird diese Aussage durch einen Blick in die Geschichte. Als die Peiner Heimstätte gegründet wurde, hatte die Inflation gerade die Ersparnisse der Bürger vernichtet, zudem wuchs in dieser Zeit die Bevölkerung der Stadt Peine an. Es herrschte also große Wohnungsnot.

Die Stadt Peine erhoffte sich mit der Gründung der Gesellschaft eine Besserung der Wohnsituation und konnte bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges rund zehn Prozent der Peiner Bürger eine Wohnung vermitteln, so Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Kielhorn.

Nach dem Krieg ergab sich durch den Zustrom der Flüchtlinge erneut ein großer Wohnungsbedarf, dem die Peiner Heimstätte mit zahlreichen Neubauten abzudecken versuchte. „Der erste selbstständige Neubau entstand damals an der Ecke Werderstraße/Schillerstraße“, klärt Linnert auf.

In den folgenden Jahrzehnten rückten dann vorrangig Wohnungsmodernisierungen in den Vordergrund - ein Vorhaben, mit dem das Unternehmen auch heute gut ausgelastet ist. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich dabei natürlich auch der Anspruch der Mieter verändert. „Ich weiß gar nicht wie viele Balkone wir in den letzten Jahren gebaut haben. Die meisten Menschen wollen mittlerweile einen Balkon haben“, nennt der Geschäftsführer ein Beispiel.

Aktuell sind sowohl Bernd Kielhorn als auch Karl-Heinz Linnert gespannt, welchen Einfluss die Flüchtlingssituation auf den Wohnungsmarkt in Peine haben wird. Denn das haben beide durch ihre langjährige Berufserfahrung beobachtet: Gesellschaftliche Veränderungen haben immer auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.

jaw

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