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Schweinegrippe: Peiner sind impfmüde

Kreis Peine Schweinegrippe: Peiner sind impfmüde

„Die Impfmüdigkeit im Peiner Land nimmt zu“, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Thomas Roy aus Schwicheldt. Seitdem die erste Welle der Schweinegrippe abgeebbt ist und gleichzeitig in den Medien weniger über die Grippe berichtet wird, sagen sogar impfwillige Patienten den Termin ab, an denen sie sich die Spritze eigentlich hätten abholen wollen. „Mir fehlen ein bisschen die Argumente, obwohl die Impfung vom Robert-Koch-Institut weiter empfohlen wird“, sagt er.

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Immer weniger Peiner lassen sich gegen die Schweinegrippe impfen.

Quelle: archiv

Kreis Peine . Dr. Doris Arnold, Leiterin des Peiner Gesundheitsamtes, empfiehlt die Impfung gegen die Schweinegrippe weiter. Allerdings habe es leichte Änderungen bei der Empfehlung gegeben. So bekommen alle Patienten nur noch eine Spritze – zuvor war empfohlen worden, dass Kinder zwischen sechs und neun Jahren zwei Mal mit der halben Dosis für Erwachsene und Menschen über 60 Jahre zwei Mal geimpft werden sollten.

Auch Dr. Andreas Altrock, Vorsitzender des Peiner Ärztevereins, sagt, dass es gute Gründe für eine Impfung gebe. „Trotz des Abklingens der ersten großen Welle im Winter hat sich an der Empfehlung der ständigen Impfkommission nichts geändert“, sagt er im Gespräch mit der PAZ. Er selbst hat sich allerdings nicht geimpft und hat dafür auch gute Gründe: „Ich bin selbst durch Fachliteratur verunsichert worden“, sagt er. So sei der Impfstoff zum Beispiel unausgereift. Problematisch findet er auch, dass die Pharmafirmen in den Vereinigten Staaten von Amerika im Vorfeld von Schadenersatz-Ansprüchen befreit worden sind. Das hat er in einem eher kritischen Monatsmagazin für Ärzte, dem „Arzneimittelbrief“ entnommen.

Chronisch Kranken sagt der Edemisser Arzt jedoch, dass es gute Gründe gibt, sich impfen zu lassen – auch weiterhin. Denn das Abklingen der Grippewelle sei kein Argument, sich nun in Sicherheit zu wiegen. Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts wird zudem darauf verwiesen, dass es durchaus zu weiteren Wellen kommen dann. Das hätten Erfahrungen mit früheren Grippe-Epidemien gezeigt. Zudem sei mit dem Überschreiten des Scheitelpunkts der ersten Welle immer noch mit einer ähnlich hohen Anzahl an Erkrankungen zu rechnen, wie beim Anstieg der Welle. Im Peiner Land sind 253 Fälle bestätigt, zudem gab es 595 nicht bestätigte Fälle.

pif

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