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Schützenfest in Essinghausen beginnt

Feier Schützenfest in Essinghausen beginnt

Am heutigen Freitag beginnt das traditionelle Schützenfest in Essinghausen.Gleich drei Tage lang wird auf dem Schützenplatz am Feuerwehrteich kräftig gefeiert. In diesem Jahr lohnt sich der Blick in die Geschichte des Schützenfestes, denn der verrät spannendes: Genau 70 Jahre ist es her, dass die Junggesellschaft von 1865 Essinghausen ihre Wiederzulassung erfuhr.

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Ortsheimatpfleger Heinz-Jürgen Fricke zeigt auf dem Laptop ein historisches Bild vom Essinghäuser Schützenfest.
 
 

Quelle: Anna Gröhl

Essinghausen.  Am heutigen Freitag beginnt das Schützenfest in Essinghausen. Drei Tage lang wird auf dem Schützenplatz am Feuerwehrteich kräftig gefeiert.

Ein Blick in die Geschichtsbücher lohnt sich: Inzwischen ist es genau 70 Jahre her, dass die Junggesellschaft von 1865 Essinghausen ihre Wiederzulassung erfuhr. „In Zeiten des Nationalsozialismus wurden viele Vereine in Deutschland verboten oder zur Selbstauflösung gedrängt. Auch Traditionsvereine wurden zugelassen und wieder verboten“, erklärt Ortsheimatpfleger Heinz-Jürgen Fricke. Die Nazis seien die Machthaber über die Schützenfeste gewesen.

„Eine Ausnahmen waren die Feuerwehren, nur die durften ihren Dienst verrichten“, sagt Fricke. Das letzte offizielle Schützenfest in Essinghausen habe 1939 stattgefunden. „Nach Kriegsende, im Mai 1945, wurden durch den Beschluss des Alliierten Kontrollrates dann alle Verbände und Vereine in Deutschland aufgelöst, es durfte keine Vereinsleben mehr in den Ortschaften abgehalten werden.“ Das bedeutete das Aus für die Jungsellen in Essinghausen.

Erst zwei Jahre später wurde das Verbot wieder gelockert und die Junggesellen stellten einen Antrag auf Neugründung. „Zunächst waren nur Neugründungen möglich“, sagt Fricke. „Traditionsvereine wurden jedoch erst nach einer Überprüfung auf Wiederzulassung nach alten Namen zugelassen.“ Und so haben es die Essinghäuser geschafft, erneut die Junggesellschaft ins Leben zu rufen. 1948 folgte dann das erste Schützenfest, allerdings mit einer Einschränkung: „Es durften keine Schusswaffen zum Ausschießen der Könige verwendet werden, weshalb auf Pfeil und Bogen zurückgegriffen wurden“, berichtet Fricke.

 
 , 14 Uhr: Mitglieder der Junggesellen sammeln sich im Festzelt. 15 Uhr: Ausmarsch der Junggesellen. 17.30 Uhr: Proklamation des neuen Junggesellenkönigs; danach Annageln der Scheibe. 20 Uhr: Tanz im Festzelt mit DJ Jörg.

 , 11 Uhr: Sammeln der Junggesellen im Festzelt. 11.15 Uhr: Abholen des neuen Junggesellenkönigs. 14 Uhr: Schützenfestreden von Oberst Finn Rohde und Hauptmann Julien Nottbohm. 18 Uhr: Proklamation der Damenkönigin und des Alt-Herren-Königs. 20 Uhr: Tanz im Festzelt mit der Band „The Funnies“.

 , 11.30 Uhr: Königsfrühstück. 15 Uhr: Großer Umzug. 19 Uhr: Tanz im Festzelt mit kostenlosem Eintritt.
 

Von Anna Gröhl

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