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Salz für Peines Straßen wird knapp

Lager fast leer Salz für Peines Straßen wird knapp

Dem Landkreis droht das Streusalz auszugehen. Bald könnte es so weit sein. Vom Lieferanten bekommt der Landkreis zurzeit keinen Nachschub. Lager von Bund und Land werden bevorzugt beliefert. Der Landkreis kritisiert dies nun heftig.

Kreis Peine. „Trotz bestehender Verträge liefert Kali+Salz kein Streusalz“, sagt Kai-Uwe Burgdorf, Fachdiensleiter beim Landkreis Peine. Bereits Ende Dezember hätte die Kommune Nachschub bei dem Kasseler Unternehmen geordert, bis jetzt sei davon nur ein kleiner Teil angekommen. Das Lager an der Autobahn 2 ist nun fast leer.

„Wenn es ganz schlimm kommt, geht uns das Salz in der kommenden Woche aus“; sagt Burgdorf. Er geht zwar nicht davon aus, dass es zum schlimmsten Fall kommt, ist aber mächtig wütend. Denn gleich neben der Straßenmeisterei des Landkreises liegt die Autobahnmeisterei – und deren Lager sei voll.

Kali+Salz-Sprecher Ulrich Göbel weist den Vorwurf des Landkreises entschieden zurück: „Wir haben die mit dem Landkreis Peine bestehenden Verträge erfüllt“, sagt er auf Anfrage der PAZ. Der Salzproduzent habe inzwischen sogar mehr geliefert, als vereinbart. Laut Vertrag seien das 400 Tonnen.

Göbel bestätigt aber auch, dass Bundes- und Landes-Einrichtungen zurzeit bevorzugt beliefert werden. „Der überregionale Verkehr soll aufrecht erhalten werden“, begründet er das Vorgehen. Der extreme Winter habe alle überrascht und auch die 800 000 Tonnen, die Kali+Salz eingelagert habe, seien längst verbraucht. In der Hierarchie werden an dritter Stelle Landkreise, dann erst Städte und Gemeinden beliefert, erklärt Göbel.

Der Peiner Unternehmer Stefan Herb, der die Stadt Peine mit Streusalz beliefert, sagt: „Die Lage wird sich in der kommenden Woche entspannen.“ Gerade seien im Hamburger Hafen mehrere 10 000 Tonnen Streusalz eingetroffen. Er geht davon aus, dass die Karten für die Belieferung mit Streusalz in diesem Jahr neu gemischt werden. Denn der strenge Winter hätte diesmal alle überrascht.

„Das Problem mit Lieferengpässen gibt es zurzeit in ganz Europa und jetzt kommt verschärfend hinzu, dass auch die Binnenschifffahrt zum Erliegen gekommen ist“, sagt er. Wenn Herb Überhänge in seinem Salzhandel hat, gibt er diese an den Landkreis ab.

Thorsten Pifan

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