Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Saemann zum Lindenquartier: „Herber Rückschlag für Peine“
Stadt Peine Saemann zum Lindenquartier: „Herber Rückschlag für Peine“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 12.12.2017
Das Lindenquartier in Peine: Wie geht es jetzt weiter?  Quelle: Thomas Freiberg
Peine

 Offenbar hatte OFB auf der Zielgeraden überraschend einen Joint-Venture-Partner präsentiert – den die Stadt allerdings ablehnte.

Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) sprach am Dienstag von einem herben Rückschlag für Peines städtebauliche Entwicklung. Die Stadtverwaltung und die Stadt hätten mehrfach Hürden aus dem Weg geräumt und Aufgaben wie Ankäufe von Immobilien im Planungsgebiet übernommen, die man ursprünglich in der Verantwortung der OFB gesehen hatte.

„Über sehr gewichtige Verhandlungspositionen, wie zum Beispiel die Kostenbeteiligungen der Stadt Peine und die Zielvorstellungen über die zeitliche und inhaltliche Umsetzung des Gesamtprojektes, konnte bis zuletzt keine Einigung erzielt werden“, erklärte Saemann. Seitens der Verwaltung habe man alles für einen positiven Abschluss unternommen. Im Sommer habe es auf seine Initiative hin sogar ein Treffen auf Geschäftsführungsebene in Frankfurt, dem Sitz von OFB, gegeben.

„Dass sich dann im Oktober zusammen mit der OFB überraschend ein Joint-Venture-Partner zu einem Abstimmungsgespräch auf höchster Ebene präsentiert hat, war umso erstaunlicher“, sagt Saemann. Die gleichberechtigte Beteiligung dieses Partners, auch hinsichtlich der Übernahme wirtschaftlicher Risiken, werde von der Stadt Peine nicht akzeptiert.

Das von der OFB angeführte Argument, dass sich eine Projektentwicklung für einen Investor wirtschaftlich darstellen lassen müsse, sei dabei unbestritten. Diese einseitig veränderten Rahmenbedingungen habe die Politik nicht mittragen wollen und sich dagegen entschieden.

Unmissverständlich für Saemann ist: „Die Stadt darf sich an entscheidenden Stellen nicht das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen. So war zum Beispiel zwingend daran festzuhalten, dass die vom Rat gesetzten Bedingungen und Sicherheiten in einem Vertragswerk zum Tragen kommen, damit ein etwaiger Schaden von der Stadt Peine abgewendet werden kann.

Und wie geht es nun weiter? „Das Lindenquartier befindet sich immer noch im laufenden Bieterverfahren des Investorenwettbewerbs“, erklärt Saemann. Da OFB ausgestiegen ist, bekommt nun der zweite Bieter, THI aus Hannover, die Chance, den Verhandlungsfaden seinerseits aufzunehmen.

Allerdings hätten sich die Rahmenbedingungen in den letzten Monaten deutlich weiterentwickelt, so dass die ursprüngliche Bewerbung auf die neuen Verhältnisse anzupassen sein wird. „Es ist hervorzuheben, dass durch die Entwicklung des Lindenquartiers die gesamte Innenstadt gewinnen soll“, sagt Saemann. Die neue Entwicklung müsse als Anknüpfung und Bereicherung verstanden werden.

Erreichen lasse sich dies, indem die Planungen auf vorhandene Strukturen eingehen und daraus neue gemeinsame Qualitäten entwickelt werden. Saemann: „Es geht jedenfalls nicht darum, eine in sich geschlossene große neue Einkaufswelt zu schaffen, bei der die Kunden mit dem Auto in ein neues Zentrum hinein- und wieder herausfahren, ohne die Innenstadt aufgesucht zu haben.“

Oberstes Ziel sei, dass sich die Innenstadt und das zukünftige Lindenquartier gegenseitig bereichern und zu einer höheren Besucherfrequenz in Peines Fußgängerzone führen. „Ich setze zunächst – auch, weil wir aktuell rechtlich an den Investorenwettbewerb gebunden sind – auf unverbrauchte Ideen des zweiten Verhandlungspartners, der Firma THI aus Hannover“, sagt Saemann.

„Mir persönlich ist es ganz wichtig ist: Es muss endlich vorangehen und auch absehbar sein, wann die Peiner Bevölkerung das neue Quartier erleben darf. Auch die zeitliche Komponente des Verfahrens hat verständlicherweise zu einer zunehmenden Erwartungshaltung bei den Peinerinnen und Peinern beigetragen“, so Saemann.

Der Politik will der Bürgermeister im Bedarfsfall vorschlagen, diese neue Situation vor allem auch als eine Chance zu begreifen, die vor Jahren politisch getroffene Entscheidung für das Lindenquartier im Hinblick auf ihre Ausgestaltung zu überprüfen, veränderte Rahmenbedingen der Örtlichkeit und der Märkte zu reflektieren und bei einer eventuell neu zu treffenden Entscheidung auch anzustreben, die Bevölkerung und beteiligten Kaufleute emotional abzuholen sowie im Rahmen der Möglichkeiten auch bei dem Verfahren mitzunehmen

Von Michael Lieb

Besonders in Erinnerung war die musikalische Untermalung beim „Rudelsingen“ zum Lied „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens geblieben. Der Spielmannszug des MTV Stederdorf blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück.

15.12.2017
Stadt Peine “Ich bin mit der Situation und diesem Zwischenergebnis sehr unzufrieden!“ - Bürgermeister Klaus Saemann äußert sich zum Lindenquartier

"Der Rückzug des von der Stadt Peine im Preferred Bidder Verfahren des Investorenwettbewerbs favorisierten Verhandlungspartners OFB nach vier Jahren intensiver Verhandlung ist nicht nur bedauerlich, sondern besonders für die städtebauliche Entwicklung Peines ein herber Rückschlag“, erklärte Peines Bürgermeister, Klaus Saemann.  

12.12.2017
Stadt Peine Weihnachtsbaumverkauf: - 1600 Euro für den guten Zweck

Das ist neuer Rekord: Beim Weihnachtsbaumverkauf an der Peiner Burgschule kamen am Freitagvormittag ganze 1600 Euro zusammen. Zwischen 8 und 13 Uhr verkauften die Zehntklässler rund um Schulleiter Jan-Philipp Schönaich, Organisator Markus Bomke und vielen Helfern mehr als 120 Nordmanntannen.

12.12.2017