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Stadt Peine Rühren und Schütteln als kommunikatives Hobby
Stadt Peine Rühren und Schütteln als kommunikatives Hobby
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17:00 21.08.2018
Cocktailverliebt: (von links) Lucie Schreiber, Michael Ahrend, Jasmin Ahrend und Patrick Schreiber. Quelle: Ulrich Jaschek
Stederdorf

Mr. James Bond bevorzugt seinen „Vesper“ aus drei Teilen Gordon’s Gin, einem Teil Wodka und einem halben Teil Kina Lillet. Eiskalt, mit einer langen dünnen Zitronenschale in einem tiefen Sektkelch – geschüttelt, nicht gerührt.

Schütteln und Rühren für anspruchsvolle Gäste: Barmänner Michael Ahrend (links) und Patrick Schreiber. Quelle: Ulrich Jaschek

Vermutlich werden die Inhaber von „Pinup-Drinks“, Michael Ahrend (30) und Patrick Schreiber (27) aus Stederdorf, noch auf den berühmten britischen Agenten warten müssen, bis sich ihre Barmann-Qualitäten vom Peiner Land bis ins Vereinigte Königreich herumgesprochen haben.

Zuerst beim Mixen nur zugeschaut

Spaß und Erfahrung an der Zubereitung hochprozentiger Sommerspezialitäten haben die beiden langjährigen Freunde allerdings schon seit vielen Jahren. „Wir haben zuerst in der Gastronomie beim Cocktail-Mixen zugeschaut dann selbst ausprobiert“, erzählt Schreiber.

Erfolg gab den jungen Männern recht

Der Erfolg bei den Gästen gab den jungen Männern sowohl recht als auch Selbstvertrauen in ihre fein dosierte Mix-Kreativität. Seitdem habe man schon lange unterschiedlich intensiv mit dem Gedanken einer eigenen Cocktail-Bar geflirtet, ihn aber immer wieder auch aus Kostengründen verworfen.

Cocktailbar-Container im Used-Look

Bis die beiden vor gut zwei Monaten gemeinsam eine mobile Cocktail-Küche entdeckten, die ihre Herzen zunächst stocken, dann schneller schlagen ließen und anschließend in Euphorie setzte. Seit Mitte Juni sind die Freunde nun Besitzer dieses Cocktailbar-Containers im trendigen Used-Look, den sie seitdem mit eigenen Ausstattungsideen ihren Ansprüchen anpassten – kein Problem für Ahrend als Raumausstatter und seinen Kollegen aus dem Elektronik-Fach.

Virtuos aufeinander eingespielt

Apropos Raum: Weil der Bewegungsfreiraum im Mixzentrum etwa der einer Wohnmobilküche gleicht, müssen die jungen Bartender besonders in Bezug auf penible Ordnung in Regalen, Kühlbereichen und am Abwaschtisch virtuos aufeinander eingespielt sein. „Kein Problem“, winken sie ab. Sofern die Auftragslage an der Ausgabestelle drückt, stehen als „Nothelferinnen“ Ehefrau Jasmin, Schwester Lucie und Mutter Sabine auf Abruf bereit – besonders wenn es darum geht, den zwingend notwendigen fruchtigen Nachschub für die Cocktail-Dekorationen zu sichern.

Bedienung auf Augenhöhe

So strahlt die mobile Erfrischungszentrale mit den jungen Hobby-Unternehmern um die Gunst der trink- und genussfreudigen Gäste, die man übrigens bauartbedingt nicht wie in einem üblichen Getränkewagen von oben herab sondern auf Augenhöhe zu bedienen in der Lage ist. „Ganz wichtig für die Barkeeper-Gast-Kommunikation!“, fügen beide unisono hinzu.

Eigenen Kreationen und neue Rezepte

Das Angebot der alkoholischen und alkoholfreien Mixturen bewegt sich zwar noch sowohl im übersichtlichen als auch im allgemein bekannten Geschmacks-Bereich, werde aber nach und nach mit eigenen Kreationen und neuen Genre-Rezepten ergänzt. Außerdem beabsichtigen beide Barmänner ihr Wissen in speziellen Seminaren zu optimieren.

Hochzeiten und Weihnachtsfeiern

„Für Anlässe jeder Art“ wie Hochzeiten, Firmen- oder Weihnachtsfeiern fühlen sie sich ab jetzt gewappnet, um zum Wohle der Gäste zu schütteln und zu rühren – gerne auch für britische Geheimagenten. Mehr Infos: www.pinup-drinks.de

Von Ulrich Jaschek

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