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Stadt Peine Im Kreis wird es mit der Versorgung mit Hebammen knapp
Stadt Peine Im Kreis wird es mit der Versorgung mit Hebammen knapp
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00:20 30.11.2018
Nicht nur Geburtsbetreuung, auch die Versorgung vor und nach der Entbindung zählt zu den Tätigkeitsfeldern einer Hebamme. Quelle: dpa
Kreis Peine

Für viele werdende und junge Mütter sind sie eine große Stütze: Hebammen. Doch dieser zu den ältesten Frauenberufen zählende Beruf ist gefährdet. Trotz steigenden Bedarfs und mit Ausnahme in 2017 steigenden Geburtenzahlen entscheiden sich immer weniger junge Frauen (und auch Männer) für solch eine Ausbildung. Parallel dazu steuern viele Hebammen altersbedingt auf des Ende ihres Berufslebens zu oder steigen aus anderen Gründen aus. Mittlerweile hat diese Entwicklung einen dramatischen Punkt erreicht, wie auch Heinke Duckeck, Kreisvorsitzende und Landesdelegierte des Hebammenverbandes Niedersachsen, bestätigt.

„Die Hebammenliste des Landkreises Peine weist aktuell 17 Kolleginnen auf. vermutlich arbeiten von diesen nur zwei bis drei vollzeitig freiberuflich. Fünf dieser Kolleginnen arbeiten auch in der Klinik und drei als Familienhebammen“, antwortet sie auf Nachfrage. Dementsprechend seien auch die Kapazitäten für die normale Betreuung eingeschränkt. Zudem helfe eine eigentlich schon berentete Kollgin gelegentlich aus. Weiterhin geht im kommenden Jahr mindestens eine Hebamme in den Ruhestand. „Besserung ist nicht in Sicht“, ahnt Duckeck.

Mittlerweile machen die meisten Frauenärztinnen die Schwangeren gleich zu Beginn der Schwangerschaft darauf aufmerksam, dass sie sich schnellstmöglich um eine Hebamme kümmern sollten. „Von Beginn an der Schwangerschaft besteht nach dem Sozialgesetzbuch V für die Frauen ein Recht auf Hebammenhilfe“, sagt Veronika Bujny, Vorsitzende des Vebammenverbandes Niedersachsen.

Auch die Möglichkeit für Hausgeburten nimmt ab. Die Rate der außerklinischen Geburten liegt konstant mit minimalen Abweichungen bei ein bis zwei Prozent, weiß Heinke Duckeck. Die Zahl der Hebammen, die Hausgeburten anbieten, geht allerdings zurück. „Im Raum Peine bietet zurzeit keine Hebamme Hausgeburtshilfe an, es kommen aber noch Kolleginnen aus Braunschweig oder Celle“, sagt die Hebamme und verweist auf die Problematik, dass es Hebammen mit einer weiten Anfahrt nicht immer rechtzeitig zur Geburt schafften. Und das Risiko einer Alleingeburt ohne Hebamme und Arzt sei nicht zu unterschätzen.

Die Möglichkeit einer Ausbildung als Studium an einer Fachhochschule wird von Duckeck begrüßt. „Um mit Ärzten auf Augenhöhe diskutieren zu können ist es unumgänglich, auch, wie sie, studiert zu haben und sich im wissenschaftlichen Arbeiten auszukennen“, sagt die Hebamme abschließend.

Von Antje Ehlers

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