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Stadt Peine Rekordjahr mit 80: Gebhard Gohla blickt auf 2018 zurück
Stadt Peine Rekordjahr mit 80: Gebhard Gohla blickt auf 2018 zurück
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00:16 08.01.2019
2018 war für das Peiner Schützen-Urgestein Gebhard Gohla ein ganz besonderes Jahr. Quelle: Privat
Peine

„Hervorragende Verdienste um die Förderung des Sportes“ – mit dieser Begründung ist das Peiner Schießsport-Urgestein Gebhard Gohla Anfang des Jahres vom Landessportbund Niedersachsen mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet worden. Es war der Startschuss für ein außergewöhnliches Jahr.

So wurde er zudem im April mit der „Goldenen Medaille am Grünen Band“ des Deutschen Schützenbundes und im Juni für die 50-jährige Mitgliedschaft in der Schützengilde geehrt. Für seine Arbeit im Vorstand der Region 1 der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) und seine internationalen Bemühungen für die Schützen Europas wurde Gohla während des Europaschützenfestes im August 2018 in Leudal von Karl von Habsburg-Lothringen zum Offizier in der Ritterschaft befördert.

Gebhard Gohla beim Schießen. Quelle: Privat

Und es war vor allem auch diese Auszeichnung in einem an Ehrungen nicht armen Jahr, die den Peiner besonders bewegt hat. „Europa und vor allem die Ideale und Ideen dahinter müssen von allen Seiten unterstützt werden. Schließlich verdanken wir Europa 70 Jahre Frieden in unserer Region“, sagt Gohla. „Und ich habe noch miterlebt, wie schlimm Krieg ist. Was wenig zu trinken, wenig zu essen sowie Flucht und Vertreibung bedeuten.“

Vielleicht ist dem Peiner auch deshalb die Jugendarbeit in der Schützengilde sowie im Schießsport allgemein so wichtig. Denn diese Werte von Europa, aber auch die für das Schießen wichtige Tugenden wie Disziplin und Konzentration sollten so früh wie möglich vermittelt werden. „Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft“, sagt Gohla.

Gohla (Mitte mit Flügelhorn) als Musiker etwa um das Jahr 1955 herum. Quelle: Privat

In seiner eigenen Jugend hatte der am 15. Juli 1938 in Schildberg geborene Peiner mit dem Schießsport allerdings nicht viel am Hut – Gohla war Musiker. Doch über die Posaunenmusik und den Fanfarenzug „Olympia“ kam er dann doch mit dem Freischießen in Kontakt und wurde Mitglied der Schützengilde. Beim Kommersabend am 30. Juni war Gohla dann für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt worden – eine weitere Auszeichnung im Jubeljahr 2018.

Gebhard Gohla (rechts) und Bernd Emmrich präsentieren die Siegerscheiben. Quelle: Privat

Doch das war noch nicht alles, denn Gohla zeigte eindrucksvoll, dass man auch mit 80 Jahren noch so manchen Volltreffer landen kann. So gelang ihm in September der Königsschuss bei der Braunschweiger Schützengesellschaft, im Oktober wurde er bei den Deutschen Meisterschaften mit der „Goldenen Meisterschaftsmedaille“ ausgezeichnet – und im November gelang ihm dann auch noch der beste Schuss auf die Schafferscheibe. Die Feier zum 80. Geburtstag am 15. Juli wurde da schon fast zum Randaspekt.

Kein Randaspekt ist das ehrenamtliche Engagement von Gohla in den vergangenen mehr als 55 Jahren. Die Liste dabei ist lang. 22 Jahre im Vorstand der Schießabteilung einschließlich Schützenmeister, 18 Jahre Collegium der Schützengilde, 18 Jahre Vorstand der Region 1 in der EGS, 16 Jahre stellvertretender Schatzmeister beim Kreisschützenverband Peine sowie 17 Jahre Beisitzer in der Arbeitsgemeinschaft Peiner Sportvereine.

Gebhard Gohla (Mitte) bei einer Jubiläumsfeier in Polen mit Jan Klauza und Stan Krolicki (Regionalsekretär aus Belgien) Quelle: Privat

Und was hat sich Gohla für das neue Jahr vorgenommen? „Das Jahr 2018 war für mich schon einzigartig“, so der Peiner. „Ich freue mich einfach auf ein möglichst erfolgreiches Jahr, mit vielen gemeinsamen Stunden in der Schützen-Familie. Denn das ist mir auch ganz wichtig: Die Gemeinsamkeit untereinander, das Füreinanderdasein – auch das ist Schießsport.“

Von Tobias Mull

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